KJND hilft keinem kranken Kind: Hamburgs echte Nummern für Nacht und Wochenende
Hat Ihr Kind um 2 Uhr nachts Fieber und Sie suchen „Kindernotdienst Hamburg”, ist das oberste Ergebnis sehr wahrscheinlich der Kinder- und Jugendnotdienst (KJND), und das ist die falsche Nummer. KJND (040 428 15 32 00, Feuerbergstraße 43) ist Hamburgs 24-Stunden-Kinderschutzdienst für Misshandlung, Vernachlässigung, weggelaufene Kinder und Familien in Konflikten, besetzt mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, nicht mit Ärztinnen und Ärzten, mit 36 Notunterkunftsplätzen und einem separaten Mädchenhaus für Mädchen ab 13 Jahren. Für ein tatsächlich krankes Kind beschreibt Hamburgs eigene Gesundheitsbehörde eine völlig andere Kette. Zuerst 116117 anrufen, den kostenlosen, bundesweiten Ärztlichen Bereitschaftsdienst, erreichbar nachts und am Wochenende. Zweitens betreibt Hamburg genau 4 eigene Notfallpraxen für Kinder: Altonaer Kinderkrankenhaus und Kinderkrankenhaus Wilhelmstift öffnen jeden Werktagabend (Montag, Dienstag, Donnerstag 19 bis 22 Uhr; Mittwoch, Freitag 16 bis 22 Uhr) sowie an Wochenenden und Feiertagen 9 bis 22 Uhr, während Helios Mariahilf Klinik in Harburg und Asklepios Klinik Nord, Heidberg, in Langenhorn nur an Wochenenden und Feiertagen öffnen. Drittens betreiben sowohl Altonaer Kinderkrankenhaus als auch Wilhelmstift auch eine eigene 24-Stunden-Kindernotaufnahme (Zentrale Notaufnahme) für alles, was nicht auf den Notfallpraxis-Plan warten kann. Bei einem wirklich lebensbedrohlichen Notfall (Atemnot, Bewusstlosigkeit, schwere Verletzung) 112 anrufen, nie 116117 und nie KJND. Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist speziell das Giftinformationszentrum-Nord (0551 19240) rund um die Uhr besetzt und bietet ausdrücklich Beratung auf Deutsch oder Englisch.
KJND ist echt, und nicht die Nummer für Fieber
Beginnen wir mit der Falle, denn ein Fehler an dieser Stelle kostet genau die Zeit, die fehlt. Wer um 2 Uhr nachts mit einem fiebernden Kleinkind „Kindernotdienst Hamburg” sucht, landet höchstwahrscheinlich beim Kinder- und Jugendnotdienst (KJND), erreichbar unter 040 428 15 32 00 von der Adresse Feuerbergstraße 43 in Ohlsdorf. Er läuft jede Stunde jeden Tages, „Tag und Nacht”, existiert aber für einen völlig anderen Notfall als den eigenen. Laut den eigenen KJND-Seiten von hamburg.de und der Zusammenfassung der Hamburger Polizei ist KJND Hamburgs zentraler Krisendienst für Kinder und Jugendliche, die mit Vernachlässigung, Missbrauch, Misshandlung oder einem Familienkonflikt konfrontiert sind, der so ernst ist, dass ein Kind jetzt sofort einen sicheren Ort braucht, gestützt auf 36 Notunterkunftsplätze und ein separates Mädchenhaus für Mädchen ab 13 Jahren. Besetzt ist die Stelle mit in Kinderschutz und Krisenintervention geschulten Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern. Sie ist nicht mit Kinderärztinnen oder Kinderärzten besetzt, und sie triagiert keine medizinischen Symptome.
Hier ein Detail, das mehr sagt als jeder Warnhinweis: Hamburgs eigene Gesundheitsbehörde, die Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration, veröffentlicht ein offizielles Merkblatt mit dem Titel „Was tun, wenn ich krank bin?”, Stand 13. Mai 2026. Es geht ausführlich auf 116117, die eigenen Kinder-Notfallpraxen, die Notrufnummer 112 und die Gifthotline ein. KJND wird darin kein einziges Mal erwähnt. Die beiden Systeme, Kinderschutz und medizinische Versorgung, werden in Hamburg bewusst strukturell und verwaltungstechnisch getrennt gehalten, und diese Seite existiert, damit das nicht erst um 2 Uhr nachts auf die harte Tour klar wird.
| Situation | Anrufen oder hingehen | Verfügbarkeit |
|---|---|---|
| Lebensbedrohlicher Notfall | 112 (Rettungsdienst) | Immer, sofort |
| Krankes Kind, jederzeit, Beratung oder Orientierung nötig | 116117 (Ärztlicher Bereitschaftsdienst) | Kostenlos, nachts und am Wochenende, jeden Tag |
| Krankes Kind, jeder Werktagabend | Notfallpraxis im Altonaer Kinderkrankenhaus oder Wilhelmstift | Mo/Di/Do 19-22, Mi/Fr 16-22 |
| Krankes Kind, Wochenende oder Feiertag | Jede der 4 Notfallpraxen für Kinder | 9:00-22:00 |
| Kann nicht auf den Notfallpraxis-Plan warten | Eigene ZNA (Notaufnahme) von Altonaer Kinderkrankenhaus oder Wilhelmstift | 7/24 |
| Vergiftungsverdacht | Giftinformationszentrum-Nord, 0551 19240 | 7/24, Deutsch oder Englisch |
| Kinderschutz- oder Wohlanliegen (Missbrauch, Vernachlässigung, Familienkrise) | KJND, 040 428 15 32 00 | 7/24, NICHT für medizinische Probleme |
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Vier Notfallpraxen, zwei unterschiedliche Pläne
Hamburgs Gesundheitsbehörde nennt genau vier eigene Notfallpraxen für Kinder, randvoll speziell für Kinder statt des separaten Erwachsenen-Notfallpraxis-Netzes, und sie laufen nicht alle nach derselben Uhr. Altonaer Kinderkrankenhaus und Kinderkrankenhaus Wilhelmstift bestätigen direkt auf ihren eigenen Klinikseiten denselben Plan: Montag, Dienstag und Donnerstag 19 bis 22 Uhr; Mittwoch und Freitag 16 bis 22 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertage 9 bis 22 Uhr. Helios Mariahilf Klinik und Asklepios Klinik Nord, Heidberg, besetzen ihre Kinder-Notfallpraxis laut dem amtlichen Merkblatt nur an Wochenenden und Feiertagen, sodass gewöhnliche Werktagsabende allein den beiden Kinderkrankenhaus-Standorten überlassen bleiben. Ein Termin ist an keiner der vier nötig, und die Versichertenkarte des Kindes deckt den Besuch genau wie einen normalen Termin ab.
Wenn selbst die Notfallpraxis nicht warten kann: die eigene Notaufnahme des Krankenhauses
Weil Altonaer Kinderkrankenhaus und Wilhelmstift vollständige Kinderkrankenhäuser sind, nicht nur geplante Anlaufstellen, betreiben beide unterhalb des oben genannten Notfallpraxis-Plans eine eigene, rund um die Uhr besetzte Kindernotaufnahme. Am Altonaer Kinderkrankenhaus ist das die Zentrale Notaufnahme (ZNA), und das Krankenhaus gibt direkt an, sie „ist rund um die Uhr geöffnet”, mit Anmeldung direkt an der ZNA statt über die geplanten Notfallpraxis-Zeiten. Das zählt zum Beispiel an einem Sonntag um 3 Uhr, deutlich außerhalb selbst des großzügigen 9-bis-22-Uhr-Wochenend-Notfallpraxis-Fensters: Die Notfallpraxis ist zu, das Krankenhaus dahinter nicht. Hamburgs eigene Hinweise sind auch bei der allgemeinen Rückfalloption eindeutig: Erlaubt die Situation es noch, kann man zu jedem Krankenhaus fahren, dessen Not- und Unfallversorgung behandelt dann, wobei das Merkblatt offen einräumt, dass die Wartezeit dort tendenziell länger ist als in einer eigenen Notfallpraxis. Vorher bei einer nicht lebensbedrohlichen Situation 116117 anzurufen, bleibt trotzdem der bessere erste Schritt, da das Personal einschätzen kann, ob ein Besuch heute Nacht wirklich nötig ist, und zur richtigen statt nur zur nächstgelegenen Stelle weist.
Womit sich KJND tatsächlich befasst, damit die richtige Nummer die richtige Hilfe erreicht
Nichts davon soll KJND wie einen zu ignorierenden Dienst wirken lassen, nur wie einen, den man aus dem richtigen Grund anruft. Laut den eigenen KJND-Seiten für Eltern und der Übersicht der Hamburger Polizei existiert er genau für die Situationen, bei denen 116117 und die Notfallpraxen nicht helfen können: ein Kind, das von Vernachlässigung, körperlichem oder seelischem Missbrauch oder Misshandlung betroffen ist; ein Kind oder ein Jugendlicher, der weggelaufen ist und heute Nacht einen sicheren Ort braucht; oder ein Elternteil, dessen Konflikt mit dem Kind zu einer echten Krise eskaliert ist, die allein nicht mehr zu bewältigen ist. Erreichbar ist die Stelle „Tag und Nacht”, jeden Tag im Jahr, und kann über telefonische Beratung hinaus sofort einen der 36 kurzfristigen Notunterkunftsplätze vermitteln, oder, speziell für Mädchen ab 13 Jahren aus jedem kulturellen Hintergrund, einen Platz im angeschlossenen Mädchenhaus. Braucht man selbst oder jemand im Umfeld diese Art von Hilfe, ist 040 428 15 32 00 genau die richtige Nummer. Nur wenn der Notfall Fieber, Husten oder ein Sturz ist, ist es die falsche, und genau diese eine Verwechslung soll diese Seite verhindern.
Schritt für Schritt
- Entscheiden, ob es wirklich lebensbedrohlich istWenn ja, sofort 112 anrufen und alles Weitere überspringen.
- Ist es dringend, aber nicht lebensbedrohlich, zuerst 116117 anrufenDie Symptome schildern und geschultes Personal zu telefonischer Beratung, einer Notfallpraxis oder einer Notaufnahme weiterleiten lassen.
- Bei einem medizinischen Problem nie 040 428 15 32 00 (KJND) anrufenDiese Nummer gehört zu Hamburgs Kinderschutzdienst, zu keiner Ärztin und keinem Arzt.
- Werktagabend: zum Altonaer Kinderkrankenhaus oder WilhelmstiftDie einzigen zwei Kinder-Notfallpraxen, die montags bis freitags abends öffnen; kein Termin nötig.
- Wochenende oder Feiertag: alle 4 Kinder-Notfallpraxen öffnen 9:00-22:00Aktuelle Öffnungszeiten vorab bei Arztruf Hamburgs Notfallpraxis-Suche bestätigen.
- Kann es nicht warten, oder ist mitten in der Nacht nichts Geplantes geöffnet?Altonaer Kinderkrankenhaus und Wilhelmstift betreiben jeweils eine eigene 24-Stunden-Notaufnahme (ZNA).
- VergiftungsverdachtGiftinformationszentrum-Nord unter 0551 19240 anrufen, rund um die Uhr auf Deutsch oder Englisch erreichbar.
- Das Wichtigste mitnehmenDie Gesundheitskarte des Kindes und, falls vorhanden, das gelbe U-Heft mit Impf- und Entwicklungsgeschichte.
Rechtlicher Hinweis
Dieser Beitrag erklärt die allgemeine Struktur von Hamburgs pädiatrischen Notfall- und Bereitschaftsdiensten, aber genaue Öffnungszeiten, Personalbesetzung und Telefonnummern können sich ändern. Bei einem echten Notfall immer 112 anrufen, statt sich auf diese Seite zu verlassen, und aktuelle Notfallpraxis-Zeiten direkt bei Arztruf Hamburg, 116117 oder dem jeweiligen Krankenhaus bestätigen.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Ist KJND die richtige Nummer, wenn unser Kind in Hamburg nachts krank wird?
Nein, und das ist die wichtigste Sache, die man richtig verstehen sollte, bevor man irgendetwas wählt. KJND, der Kinder- und Jugendnotdienst (040 428 15 32 00, Feuerbergstraße 43), ist Hamburgs zentrale, rund um die Uhr besetzte Anlaufstelle für Kinder und Jugendliche in einer akuten Krise: Vernachlässigung, Missbrauch, Misshandlung, ein weggelaufenes Kind, oder Eltern, die das Gefühl haben, nicht mehr zurechtzukommen. Besetzt ist die Stelle mit Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern, die in Kinderschutz und Krisenintervention geschult sind, nicht mit Ärztinnen oder Ärzten, und sie hält 36 Notunterkunftsplätze bereit sowie ein separates Mädchenhaus für Mädchen ab 13 Jahren, aus jedem kulturellen Hintergrund. Wer wegen Fieber oder eines Sturzes dort anruft, erreicht genau die richtigen Menschen für das falsche Problem, und hat dabei Zeit verloren, die man nicht hatte. Bezeichnend: Hamburgs eigene Gesundheitsbehörde, die Behörde für Gesundheit, Soziales und Integration, veröffentlicht ein offizielles Merkblatt namens „Was tun, wenn ich krank bin?”, Stand 13. Mai 2026. Es geht ausführlich auf 116117, die eigenen Kinder-Notfallpraxen, die Notrufnummer 112 und die Gifthotline ein, KJND wird darin kein einziges Mal erwähnt, weil beide Systeme, Kinderschutz und medizinische Versorgung, in Hamburg strukturell und verwaltungstechnisch bewusst getrennt gehalten werden.
Was ist dann die tatsächliche Nummer für ein krankes Kind nachts oder am Wochenende in Hamburg?
116117. Das ist der Ärztliche Bereitschaftsdienst, Deutschlands kostenlose, bundesweite Nummer außerhalb der Sprechzeiten, und Hamburgs eigene Gesundheitsbehörde bestätigt ausdrücklich, dass sie „auch nachts und am Wochenende” erreichbar ist. In Hamburg wird sie über KVH (Kassenärztliche Vereinigung Hamburg) koordiniert, und das Personal kann einschätzen, ob die Situation telefonische Beratung, einen Besuch in einer Notfallpraxis oder eine Krankenhausnotaufnahme erfordert. Speichern Sie die Nummer, bevor Sie sie brauchen, genau wie die 112.
Welche eigenen Notfallpraxen für Kinder gibt es in Hamburg, und wann öffnen sie?
Laut Hamburgs offizieller Gesundheitsbehörde gibt es genau 4, und sie halten nicht alle dieselben Öffnungszeiten. Altonaer Kinderkrankenhaus (Bleickenallee 38, Altona) und Kinderkrankenhaus Wilhelmstift (Liliencronstraße 130, Rahlstedt) öffnen jeden Werktagabend, Montag, Dienstag und Donnerstag von 19 bis 22 Uhr, Mittwoch und Freitag von 16 bis 22 Uhr, dazu Samstag, Sonntag und Feiertage 9 bis 22 Uhr. Helios Mariahilf Klinik (Stader Straße 203c, Harburg) und Asklepios Klinik Nord, Heidberg (Tangstedter Landstraße 400, Langenhorn) öffnen nur an Wochenenden und Feiertagen, nicht an gewöhnlichen Werktagsabenden. Ein Termin ist an keiner der vier nötig, und die Abrechnung läuft über die Versichertenkarte des Kindes wie bei einem normalen Besuch. Aktuelle Öffnungszeiten lohnt es sich immer, über Arztruf Hamburgs eigene Notfallpraxis-Suche gegenzuprüfen, da Feiertagspläne und kurzfristige Änderungen tatsächlich vorkommen.
Es ist Mittwochabend, und wir sind nicht in der Nähe von Altona oder Rahlstedt. Wohin gehen wir tatsächlich?
An einem gewöhnlichen Werktagsabend sind Altonaer Kinderkrankenhaus und Wilhelmstift die einzigen zwei eigenen Kinder-Notfallpraxen, da Helios Mariahilf und Asklepios Nord-Heidberg nur an Wochenenden und Feiertagen öffnen. Ist keines davon realistisch erreichbar und bestätigt 116117, dass die Situation wirklich nicht bis zum Morgen warten kann, betreiben sowohl Altonaer Kinderkrankenhaus als auch Wilhelmstift auch eine eigene 24-Stunden-Zentrale Notaufnahme (ZNA), eine vollständige Krankenhausnotaufnahme, die nie schließt, getrennt von den oben genannten Notfallpraxis-Zeiten. Hamburgs offizielle Hinweise sind auch bei der allgemeinen Rückfalloption eindeutig: Erlaubt die Situation es noch, kann man direkt zu jedem Krankenhaus fahren, dessen Not- und Unfallversorgung behandelt dann, wobei die Wartezeit dort laut Merkblatt tendenziell länger ist als in einer eigenen Kinder-Notfallpraxis. Vorher 116117 anzurufen bleibt trotzdem der klügere erste Schritt, da das Personal einschätzen kann, ob ein Besuch heute Nacht wirklich nötig ist, und zur richtigen statt nur zur nächstgelegenen Stelle weist.
Womit befasst sich KJND dann tatsächlich, und wann sollte man dort anrufen?
KJND (040 428 15 32 00) anrufen, wenn der Notfall die Sicherheit eines Kindes betrifft, nicht seine Gesundheit: Vermutung, dass ein Kind vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht wird; ein Kind oder ein Jugendlicher ist weggelaufen und braucht heute Nacht einen sicheren Ort; oder ein Elternteil steckt in einem Familienkonflikt, der ernst genug ist, um sofortige Krisenintervention zu brauchen. Erreichbar „Tag und Nacht”, jeden Tag im Jahr, von der Feuerbergstraße 43 in Ohlsdorf aus, und über telefonische Beratung hinaus kann die Stelle einen der 36 Notunterkunftsplätze vermitteln, oder, speziell für Mädchen ab 13 Jahren, einen Platz im Mädchenhaus. Das ist eine für sich genommen wichtige Information, kein Dienst, den man abtun sollte, nur ein völlig anderes System als das, was man bei Fieber oder einem Sturz braucht.
Was, wenn es wirklich lebensbedrohlich ist?
Sofort 112 anrufen und alles andere auf dieser Seite überspringen. Das ist die Nummer des Rettungsdienstes (Krankenwagen und Notarzt), kostenlos von jedem Telefon aus, und Hamburgs eigene Hinweise nennen Atemnot, Bewusstlosigkeit, starke Blutung und ähnliche Anzeichen als Gründe, direkt diese Nummer statt 116117 zu wählen. Das Rettungsteam untersucht den Patienten, leistet erste Notfallversorgung und transportiert ins nächstgelegene geeignete Krankenhaus. 112 ist nie der falsche Anruf für etwas, das nicht warten kann, aber sie ist nicht für ein gewöhnliches Fieber oder eine kleine Verletzung gedacht, genau die Lücke, die 116117 und die Notfallpraxen füllen sollen.
Was gilt bei Vergiftungsverdacht?
Dafür gibt es eine eigene, von allem oben Genannten getrennte Nummer: das Giftinformationszentrum-Nord unter 0551 19240, laut Hamburgs offiziellen Hinweisen 24 Stunden am Tag erreichbar, ausdrücklich mit Beratung „auf Deutsch oder Englisch”. Es ist die einzige Nummer in diesem gesamten Notfallsystem, die Englisch schriftlich garantiert, was zählt, wenn man in Panik anruft und Deutsch nicht die eigene Muttersprache ist. Sie deckt speziell Vergiftungen und Vergiftungsverdacht ab, nicht allgemeine Kinderkrankheiten, und steht damit neben 116117 und den Notfallpraxen, statt sie zu ersetzen.
