Hamburger Vereinskündigung vs. Fitnessstudio-Vertrag: Was HSV e.V., ETV Hamburg, McFit, FitX und clever fit tatsächlich verlangen
Hamburgs eigene Sportvereine beantworten die Kündigungsfrage auf zwei tatsächlich unterschiedliche Weisen. Der Hamburger Sport-Verein e.V. (HSV e.V.), der Mehrspartenverein hinter dem Namen von Hamburgs Fußballmannschaft, hält für fast alle eine einheitliche Regel: Nach der eigenen Satzung ist der Austritt nur zweimal im Jahr möglich, zum 30. Juni oder zum 31. Dezember, mit einem Monat schriftlicher Kündigungsfrist per Brief oder E-Mail an mitgliederwesen@hsv.de unter Angabe der Mitgliedsnummer, und die Mitgliedschaft eines Minderjährigen kann nur von einem Erziehungsberechtigten gekündigt werden, nicht vom Kind selbst. HSVs Golf-Abteilung ist noch strenger und lässt den Austritt nur einmal jährlich, zum 31. Dezember, zu. Der Eimsbütteler Turnverband (ETV Hamburg), Deutschlands zweitgrößter Sportverein, teilt die Regel stattdessen nach Abteilung auf: Die meisten Sparten, von Fußball und Judo bis Badminton, Capoeira und Fechten, lassen sich fristlos zum Monatsende kündigen, also jederzeit mit Wirkung zum kommenden Monatsende, während Tennis, Hockey und das ETV-Studio-Fitnessangebot 30 Tage Kündigungsfrist verlangen, gebunden speziell an den 30. Juni oder 31. Dezember. Beide Vereine bewegen sich innerhalb der bundesweiten Obergrenze von § 39 BGB, die eine Kündigungsfrist von höchstens zwei Jahren erlaubt, und § 58 BGB verlangt, dass jede Satzung ihre eigene Version festlegt, genau deshalb können HSVs einheitliche Regel und ETVs abteilungsweise Aufteilung beide gleichermaßen rechtmäßig sein. Hamburgs kommerzielle Fitnessstudios unterliegen stattdessen dem gewöhnlichen Verbraucherrecht. Seit das Gesetz für faire Verbraucherverträge am 1. März 2022 in Kraft trat, kann ein neuer Fitnessstudiovertrag ein Mitglied höchstens an eine feste Erstlaufzeit von 24 Monaten binden, danach kann er sich nur noch in ein unbefristetes Verhältnis mit einem Monat Kündigungsfrist verlängern. McFit, mit 8 Studios in Hamburg von Hohenfelde bis Stellingen vertreten, verlangt vier Wochen Kündigungsfrist vor Ablauf der rund zwölfmonatigen Laufzeit, und eine verpasste Frist löst eine Verlängerung um 6 Monate aus, nicht um ein volles Jahr. FitX betreibt 4 Studios in Hamburg, darunter eines in Steilshoop nur zwei Straßen von einem McFit-Standort entfernt, und die Verträge seit 2022 begrenzen die Erstlaufzeit auf 12 Monate mit anschließend monatlich kündbarer Verlängerung. clever fit betreibt vier etablierte Hamburger Studios (Neugraben-Fischbek, Niendorf, Osdorf und Rothenburgsort) plus ein fünftes, das in Finkenwerder mit mehr als 1.500 Quadratmetern Fläche eröffnet, und die eigenen veröffentlichten Bedingungen beschreiben immer noch eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten mit automatischer Verlängerung um weitere 12 Monate bei 3 Monaten Kündigungsfrist, eine Formulierung, die für jeden seit März 2022 tatsächlich unterschriebenen Vertrag rechtlich von der kundenfreundlicheren Ein-Monats-Regel für unbefristete Verträge überlagert wird, unabhängig davon, was die gedruckten AGB sagen. Hamburgs eigene Verbraucherzentrale Hamburg stellt klar, dass ein gewöhnlicher Umzug keinen vorzeitigen Fitnessstudio-Austritt rechtfertigt, ein Punkt, den der Bundesgerichtshof am 4. Mai 2016 entschied (Az. XII ZR 62/15), während eine dauerhafte Erkrankung mit ärztlichem Attest dies sehr wohl tut. Hamburgs eigenes Amtsgericht hat bereits einen Schließungsstreit vor Gericht geprüft: Am 11. Juni 2021 (Az. 9 C 95/21) entschied es, dass ein Mitglied, das ordnungsgemäß gekündigt hatte und während einer behördlich angeordneten Corona-Schließung nicht mehr zahlte, gar nichts schuldete, auch nachdem das Studio ihm trotzdem ein Inkassobüro hinterhergeschickt hatte, eine Entscheidung, zu der Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg den Inkassoversuch als gesetzwidrig und vor allem dreist bezeichnete.
Dasselbe Bundesgesetz, zwei sehr unterschiedliche Hamburger Antworten
Ein Verein und ein kommerzielles Fitnessstudio in Hamburg stehen auf zwei getrennten rechtlichen Grundlagen, und zwei echte Hamburger Institutionen zeigen, wie viel Spielraum das für tatsächlich unterschiedliche Regeln lässt. Ein Verein unterliegt dem deutschen Vereinsrecht innerhalb des BGB. Eine Fitnessstudio-Mitgliedschaft ist ein gewöhnlicher Verbrauchervertrag, und seit 2022 ein Gesetz, das speziell dafür geschrieben wurde, Fitnessstudios daran zu hindern, Mitglieder in mehrjährige Laufzeiten zu binden.
§ 39 BGB gibt jedem Vereinsmitglied ein bedingungsloses Austrittsrecht, und § 58 BGB verlangt, dass die eigene Satzung des Vereins genau festlegt, wie und wann das wirksam wird. Die gesetzliche Obergrenze für die eigene Kündigungsfrist eines Vereins liegt bei zwei Jahren, aber was für eine Hamburger Familie tatsächlich zählt, ist, wie der eigene Verein diese Lücke gefüllt hat, und HSV e.V. und ETV Hamburg haben das auf fast entgegengesetzte Weise getan.
HSV e.V.: eine Regel für fast alle
Der Hamburger Sport-Verein e.V. (HSV e.V.), der historische Mehrspartenverein, dessen Namen auch Hamburgs Bundesliga-Fußballmannschaft trägt, hält seine Austrittsregel bewusst einheitlich. Die eigene Beitragsordnung nennt das Kündigungsfenster klar: Die Mitgliedschaft kann nur zum 30. Juni oder 31. Dezember jedes Jahres enden, und die schriftliche Kündigung, ein Brief oder eine an mitgliederwesen@hsv.de gerichtete E-Mail mit Mitgliedsnummer, muss den Verein mindestens einen Monat vor diesem Datum erreichen. HSVs eigenes FAQ fügt ein Detail hinzu, das sich zu wissen lohnt, bevor man sich darauf verlässt: Der Verein bestätigt jede Kündigung schriftlich, sobald der Antrag bearbeitet wurde, ein Mitglied, das diese Bestätigung nie erhält, sollte also nachfragen, statt anzunehmen, die Kündigung sei durchgegangen.
Eine Regel wird innerhalb von HSV tatsächlich noch enger: die Mitgliedschaft eines Minderjährigen. HSVs FAQ stellt klar, dass Mitgliedschaften von Minderjährigen nur von ihren Erziehungsberechtigten gekündigt werden können, nicht vom jungen Mitglied selbst, ein strengerer Maßstab, als lediglich eine Unterschrift der Erziehungsberechtigten neben dem eigenen Antrag des Kindes zu verlangen. Eine zweite, engere Ausnahme liegt innerhalb HSVs eigener Golf-Abteilung: Statt der zwei jährlichen Termine, die jede andere Abteilung nutzt, kann die Golf-Mitgliedschaft nur einmal jährlich enden, zum 31. Dezember, weiterhin mit demselben Monat schriftlicher Vorlauffrist.
ETV Hamburg: Die Regel hängt von der Abteilung ab
Der Eimsbütteler Turnverband (ETV Hamburg), Deutschlands zweitgrößter Sportverein mit 22.000 Mitgliedern in 24 Abteilungen, wählt den gegenteiligen Ansatz: Statt eines vereinsweiten Termins hängt die Kündigungsfrist tatsächlich davon ab, welcher Abteilung ein Mitglied tatsächlich beigetreten ist. ETVs eigener veröffentlichter Beitragsplan listet die meisten Abteilungen, darunter Fußball, Judo, Karate, Badminton, Capoeira, Fechten, Floorball, Baseball und Softball sowie unter anderem Basketball, als fristlos zum Monatsende kündbar: gar kein fester Jahrestermin, nur eine Kündigung, die praktisch jederzeit abgegeben werden kann, mit Wirkung zum kommenden Monatsende.
Drei Abteilungen brechen mit diesem Muster und landen zurück beim halbjährlichen Rhythmus, den HSV vereinsweit nutzt: Tennis, Hockey und das ETV-Studio-Fitnessangebot. Jede dieser Abteilungen verlangt 30 Tage Kündigungsfrist, gebunden speziell an den 30. Juni oder 31. Dezember, dieselbe Struktur wie HSVs allgemeine Mitgliedschaft, nicht die flexible Monatsende-Regel, die die meisten der anderen über 20 Abteilungen von ETV genießen. Passive und fördernde Mitgliedschaften liegen dazwischen, kündbar zu jedem Monatsende mit 30 Tagen Frist statt fristlos. Eine Familie, die bei ETV für Jugendfußball beitritt, und eine Familie, die für Tennis beitritt, folgen beide korrekt den eigenen offiziellen Regeln des Vereins, und trotzdem kann die eine deutlich schneller austreten als die andere.
| Anbieter | Typ | Wann tatsaechlich austritt moeglich ist | Erforderliche Kuendigungsfrist |
|---|---|---|---|
| HSV e.V. (allgemeine Abteilungen) | Verein | Zweimal jaehrlich: 30. Juni oder 31. Dezember | 1 Monat, schriftlich (Brief oder E-Mail) mit Mitgliedsnummer |
| HSV e.V. (Golf-Abteilung) | Verein | Einmal jaehrlich: nur 31. Dezember | 1 Monat, schriftlich |
| ETV Hamburg (meiste Abteilungen) | Verein | Fristlos, zum naechsten Monatsende | Keine feste Frist, Kuendigung jederzeit moeglich |
| ETV Hamburg (Tennis, Hockey, ETV-Studio) | Verein | Zweimal jaehrlich: 30. Juni oder 31. Dezember | 30 Tage, schriftlich |
| McFit (8 Hamburger Studios) | Fitnessstudio | Ende einer rund 12-monatigen Erstlaufzeit, danach laufend | 4 Wochen vor Laufzeitende; bei Verpassen automatische Verlaengerung um 6 Monate |
| FitX (4 Hamburger Studios, Vertraege seit Maerz 2022) | Fitnessstudio | Ende einer rund 12-monatigen Erstlaufzeit, danach laufend | Max. 1 Monat, sobald unbefristet |
| clever fit (4 Studios plus ein 5. in Finkenwerder) | Fitnessstudio | Eigene AGB nennen 12-monatige Laufzeit mit 12-monatiger Verlaengerung | 3 Monate laut AGB, aber gesetzlich auf 1 Monat begrenzt bei Vertraegen seit Maerz 2022 |
Foto von Mikhail Nilov auf Pexels
Hamburgs Fitnessstudio-Ketten: McFit, FitX und clever fit
Seit das Gesetz für faire Verbraucherverträge am 1. März 2022 in Kraft trat, kann jeder neue Fitnessstudiovertrag, in Hamburg oder überall sonst in Deutschland, ein Mitglied höchstens an eine feste Erstlaufzeit von 24 Monaten binden, danach kann er sich nur noch in eine unbefristete Mitgliedschaft mit einem Monat Kündigungsfrist verlängern, nie in eine weitere feste Jahreslaufzeit. Hamburgs eigene Verbraucherschutzstelle, Verbraucherzentrale Hamburgs Seite zur vorzeitigen Fitnessstudio-Kündigung, macht deutlich, welche außerordentlichen Austrittsgründe tatsächlich greifen: Eine dauerhafte Erkrankung mit ärztlichem Attest qualifiziert, ein Umzug des Studios ohne Zustimmung des Mitglieds qualifiziert, und mehrmonatige Schließungen qualifizieren, aber ein gewöhnlicher Umzug, auch für einen neuen Job, nicht, ein Punkt, den der Bundesgerichtshof am 4. Mai 2016 direkt entschied (Az. XII ZR 62/15). Eine Schwangerschaft kann vertraglich nicht vollständig ausgeschlossen werden, wobei viele Studios die Mitgliedschaft eher pausieren als beenden.
McFit betreibt 8 Studios in Hamburg, laut dem eigenen Studioverzeichnis, von Hohenfelde und St. Georg in der Innenstadt bis hinaus nach Langenhorn, Othmarschen, Steilshoop und zwei getrennten Standorten in Stellingen. Die eigenen aktuellen Kündigungsbedingungen verlangen vier Wochen Kündigungsfrist vor Ablauf der rund zwölfmonatigen Erstlaufzeit, und eine verpasste Frist löst eine sechsmonatige automatische Verlängerung aus, nicht ein volles zusätzliches Jahr.
FitX betreibt 4 Studios in Hamburg, aufgelistet auf FitX’ eigener Seite: Altona, Bahrenfeld, Steilshoop und Airport, wobei der Standort Steilshoop nah genug an McFits eigenem Steilshoop-Studio liegt, dass die beiden Ketten direkt auf derselben Straße konkurrieren. Für seit März 2022 unterschriebene Verträge läuft FitX’ Erstlaufzeit rund 12 Monate mit einem Monat Kündigungsfrist vor Ablauf, danach verlängert sie sich unbefristet mit derselben einmonatigen Kündigungsfrist, keine automatische Verlängerungsfalle zu befürchten.
clever fits Hamburger Präsenz wächst tatsächlich: vier etablierte Studios in Neugraben-Fischbek, Niendorf, Osdorf und Rothenburgsort, plus ein fünftes Studio in Finkenwerder, das clever fits eigene Seite mit mehr als 1.500 Quadratmetern Trainingsfläche beschreibt, Mitte 2026 noch in der Vorverkaufsphase vor der Eröffnung. Wo clever fit tatsächlich verwirrend wird, sind die eigenen gedruckten Bedingungen: Unabhängige Rechtsberatungs-Zusammenfassungen von clever fits aktuellen AGB beschreiben eine Mindestlaufzeit von 12 Monaten, die sich automatisch um weitere 12 Monate verlängert, sofern ein Mitglied nicht 3 Monate vor Ablauf kündigt, eine Formulierung, die wie das ältere, vor-2022-Rechtsregime klingt. Das bedeutet nicht, dass jedes clever-fit-Mitglied tatsächlich daran gebunden ist: Für jeden Vertrag, der tatsächlich am oder nach dem 1. März 2022 unterschrieben wurde, überlagert das Gesetz für faire Verbraucherverträge diese Verlängerungsklausel unabhängig davon, was der AGB-Text sagt, und begrenzt die tatsächliche Kündigungsfrist auf einen Monat, sobald die feste Laufzeit endet. Die praktische Lehre ist dieselbe, die für jedes Hamburger Fitnessstudio gilt: zuerst das eigene Unterschriftsdatum finden, dann herausfinden, welches Regelwerk den eigenen Vertrag tatsächlich bestimmt, statt sich allein auf die gedruckten AGB zu verlassen.
Als ein Hamburger Gericht tatsächlich über ein geschlossenes Studio entschied
Hamburgs eigene Fitnessstudio-Vertragsstreitigkeiten haben bereits einen echten Gerichtssaal erreicht, nicht nur eine Kundenservice-Warteschlange. Ein Mitglied, das im Februar 2018 einen Dreijahresvertrag unterschrieben hatte, kündigte ordnungsgemäß zum 28. Februar 2021, stellte aber im November 2020 die monatliche Zahlung ein, sobald sein Studio behördlich wegen Corona geschlossen wurde. Das Studio widersprach, verlangte weiter Zahlung, bot Gutscheine statt Rückerstattung an und übergab die Forderung schließlich einem Inkassobüro. Das Amtsgericht Hamburg entschied am 11. Juni 2021 (Az. 9 C 95/21), dass er für die geschlossenen Monate gar nichts schuldete, da eine behördlich angeordnete Schließung die eigene vertragliche Leistung des Studios tatsächlich unmöglich machte, und das Gutscheinangebot nicht griff, weil er keine Vorauszahlungen geleistet hatte, die hätten umgewandelt werden können.
Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg wählte deutliche Worte zur Entscheidung des Studios, trotzdem ein Inkassobüro einzuschalten: „An den Grundsatz ‘Keine Leistung, kein Geld’ müssen sich Firmen auch in Corona-Zeiten halten”, und sie bezeichnete den konkreten Inkassoversuch als gesetzwidrig und vor allem dreist. Ihr Rat für alle in einer ähnlichen Lage gilt weiterhin: nie unter Druck zahlen, sich zuerst informieren und unabhängigen Rat einholen, bevor angenommen wird, eine Zahlungsforderung eines Studios sei automatisch berechtigt.
Der Reihe nach vorgehen
Um HSV e.V. oder ETV Hamburg korrekt zu verlassen:
- Klären, welchem Verein und welcher Abteilung tatsächlich beigetreten wurde. HSV e.V.s allgemeine Regel und ETV Hamburgs abteilungsweise Aufteilung beantworten die Frage „wann kann ich austreten" völlig unterschiedlich, und innerhalb von ETV allein haben Tennis- oder Hockeymitglieder eine andere Frist als ein Fußball- oder Judomitglied.
- Die genaue Kündigungsfrist und den passenden Austrittstermin finden: HSVs Paar aus 30. Juni/31. Dezember (oder die Nur-31.-Dezember-Regel der Golf-Abteilung), oder ETVs fristlose Monatsende-Regel für die meisten Sparten gegenüber der eigenen 30.-Juni-/31.-Dezember-Regel für Tennis, Hockey und das Studio.
- Die schriftliche Kündigung, Brief oder E-Mail, deutlich vor der Frist senden. HSV e.V. nennt die eigene Adresse direkt: mitgliederwesen@hsv.de, mit Mitgliedsnummer.
- Bei einem minderjährigen Mitglied von HSV e.V. daran denken, dass der Erziehungsberechtigte die Kündigung einreichen muss, nicht das Kind.
- Die schriftliche Bestätigung des Vereins aufbewahren, sobald sie eintrifft, und nachfragen, falls sie ausbleibt.
Um einen Hamburger Fitnessstudiovertrag korrekt zu kündigen:
- Zuerst das genaue Unterschriftsdatum finden. Verträge ab dem 1. März 2022 sind auf eine Erstlaufzeit von 24 Monaten und, sobald unbefristet, auf 1 Monat Kündigungsfrist begrenzt, unabhängig davon, was ältere AGB, wie clever fits derzeit gedruckte 3-Monats-/12-Monats-Formulierung, auf dem Papier weiterhin behaupten.
- Die konkrete Regel der eigenen Kette bei verpasster Frist prüfen. McFit fügt aktuell sechs Monate über alle 8 Hamburger Studios hinzu; FitX' Verträge seit 2022 haben von vornherein keine lange automatische Verlängerung zu verpassen.
- Bei vorzeitigem Austritt wegen Krankheit ein ärztliches Attest einholen, das bestätigt, dass Sport nicht mehr möglich ist, und nicht erwarten, dass ein gewöhnlicher Umzug, auch für einen neuen Job, allein dafür qualifiziert, da der BGH diesen Punkt bereits 2016 entschieden hat.
- Die Kündigung mit Zustellungsnachweis senden, und falls ein Studio trotzdem widerspricht oder ein Inkassobüro einschaltet, wissen, dass das Amtsgericht Hamburg bereits einmal gegen genau diese Art von Übergriff entschieden hat.
Rechtlicher Hinweis
Diese Seite fasst allgemeines deutsches Vereinsrecht (§§ 39 und 58 BGB), HSV e.V.s eigene Satzung, Beitragsordnung und FAQ, ETV Hamburgs eigenen veröffentlichten Beitrags- und Kündigungsplan, verbrauchervertragliches Recht zu Fitnessstudio-Mitgliedschaften (§ 309 Nr. 9 BGB, das Gesetz für faire Verbraucherverträge) wie von der Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, McFits, FitX’ und clever fits eigene aktuell veröffentlichte Bedingungen sowie das Urteil des Amtsgerichts Hamburg vom 11. Juni 2021 (Az. 9 C 95/21) wie von der Verbraucherzentrale Hamburg berichtet zusammen, Stand Mitte 2026. Es handelt sich um allgemeine Rechtsinformation, keine Rechtsberatung, und einzelne Vereinssatzungen, abteilungsspezifische Regeln und Fitnessstudio-AGB variieren und können sich ändern. Die eigene Vereinssatzung oder den eigenen Fitnessstudiovertrag mit AGB lesen, bevor gehandelt wird, und bei einer strittigen Situation eine auf Vereinsrecht oder Verbrauchervertragsrecht spezialisierte Anwältin oder einen Anwalt konsultieren.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Können HSV-e.V.-Mitglieder wirklich nur zweimal im Jahr austreten?
Für die meisten Abteilungen ja, und das ist strenger als das Muster, das die vorgestellten Vereine in München oder Berlin verwenden. HSV e.V.s eigene Beitragsordnung stellt es klar: Der Austritt ist nur zum 30. Juni oder 31. Dezember jedes Jahres möglich, und die schriftliche Kündigung, per Brief oder E-Mail an mitgliederwesen@hsv.de unter Angabe der Mitgliedsnummer, muss mindestens einen Monat vor diesem Datum eingehen. HSV bestätigt den Austritt schriftlich, sobald die Kündigung bearbeitet wurde. Die Golf-Abteilung des Vereins fährt eine noch engere Version derselben Idee: Der Austritt ist nur einmal jährlich möglich, zum 31. Dezember, mit derselben einmonatigen Vorlauffrist statt der zwei jährlichen Termine, die der Rest von HSV anbietet.
Nutzt jede Abteilung von ETV Hamburg dieselbe Kündigungsfrist?
Nein, und diese Aufteilung ist das Hamburg-spezifischste Detail in diesem ganzen Vergleich. ETVs eigener veröffentlichter Beitragsplan zeigt, dass die meisten Abteilungen, darunter Fußball, Judo, Karate, Badminton, Capoeira, Fechten, Floorball und Basketball, fristlos zum Monatsende kündbar sind, das heißt, ein Mitglied kann praktisch jederzeit kündigen, und die Mitgliedschaft endet zum kommenden Monatsende. Tennis, Hockey und das ETV-Studio-Fitnessangebot sind die Ausnahmen: Diese drei verlangen 30 Tage Kündigungsfrist, gebunden speziell an den 30. Juni oder 31. Dezember, denselben halbjährlichen Rhythmus, den HSV e.V. vereinsweit nutzt. Eine Familie, die bei ETV für Fußball beitritt, hat einen tatsächlich leichteren Austritt als eine Familie, die für Tennis beitritt, innerhalb desselben Vereins.
Was passiert, wenn ich meine Kündigungsfrist bei einem Hamburger Fitnessstudio verpasse?
Das hängt vollständig von der jeweiligen Kette ab, und Hamburgs drei größte Optionen im Budget- bis Mittelklasse-Segment handhaben es unterschiedlich. McFits eigene aktuelle Kündigungsregeln verlängern eine verpasste Frist um sechs weitere Monate, nicht um ein volles Jahr, über alle 8 Hamburger Studios hinweg. FitX' Verträge seit März 2022 sind gesetzlich auf eine monatliche Kündigungsfrist begrenzt, sobald die anfängliche rund zwölfmonatige Laufzeit endet, es gibt also von vornherein keine lange automatische Verlängerung zu verpassen. clever fits eigene gedruckte AGB beschreiben weiterhin eine dreimonatige Kündigungsfrist und eine volle zwölfmonatige Verlängerung bei Verpassen, das ältere, weniger verbraucherfreundliche Muster, aber diese spezielle Verlängerungsklausel ist unwirksam für jeden, dessen clever-fit-Vertrag tatsächlich am oder nach dem 1. März 2022 unterschrieben wurde, da das Gesetz für faire Verbraucherverträge sie unabhängig vom gedruckten Text begrenzt. Das eigene Unterschriftsdatum prüfen, bevor angenommen wird, der AGB-Wortlaut gelte.
Hat ein Hamburger Gericht tatsächlich über einen Fitnessstudio-Abrechnungsstreit entschieden?
Ja, und das geschah direkt vor Ort, nicht vor den Gerichten einer anderen Stadt. Während der Pandemie kündigte ein Mitglied mit einem im Februar 2018 unterschriebenen Dreijahresvertrag ordnungsgemäß zum 28. Februar 2021, stellte aber im November 2020 die Zahlungen ein, sobald sein Studio behördlich geschlossen wurde. Das Studio widersprach, verlangte weiter Zahlung, bot Gutscheine statt Rückerstattung an und schaltete schließlich ein Inkassobüro ein. Das Amtsgericht Hamburg entschied am 11. Juni 2021 (Az. 9 C 95/21), dass er für die geschlossenen Monate gar nichts schuldete, da eine behördlich angeordnete Schließung die eigene Vertragsleistung des Studios unmöglich machte, das klassische Prinzip 'Keine Leistung, kein Geld', direkt auf Hamburg angewendet. Julia Rehberg von der Verbraucherzentrale Hamburg wurde in der Pressemitteilung zum Fall deutlich zum Inkassoversuch des Studios: gesetzwidrig und vor allem dreist, und ihr Rat für alle in einer ähnlichen Lage ist einfach: nie überstürzt zahlen, sich informieren und zuerst unabhängigen Rat einholen.
