Hamburgs Ferienpass und Sportbund-Feriensport: die kostenlose Karte, die Vereinsförderung, und die kostenpflichtigen Camps dazwischen

Hamburg betreibt keine einzige stadtweite Sportcamp-Broschüre. Familien haben es tatsächlich mit drei locker verbundenen Teilen zu tun. Am sichtbarsten ist der Hamburger Ferienpass, eine kostenlose Rabattkarte für jedes Kind und jeden Jugendlichen von 5 bis 19 Jahren, das oder der in Hamburg zur Schule geht, seit 1969 vom Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ) unter der städtischen Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB) ausgegeben. Die Ausgabe 2026/2027 gilt von den Sommerferien 2026 bis zu den Pfingstferien 2027, verteilt ab Mitte Mai über die Schulen, dazu über Jugendämter, Kundenzentren, Bücherhallen und Budni-Drogerien, oder heruntergeladen und selbst ausgedruckt von ferienpass-hamburg.de. Der Pass selbst organisiert keine einzige Aktivität; er ist eine Verzeichnis-plus-Rabattkarte, auf der einzelne Vereine und kommerzielle Unternehmen sich selbst eintragen, und viele dieser Einträge sind Sportangebote. Ein konkretes, direkt auf der Seite geprüftes Beispiel: das Multisport-Tagescamp von kidz-in-motion am Borgweg-Stadion des VfL 93 Hamburg e.V. in Stadtpark/Winterhude kostet 250 Euro für eine reguläre Montag-bis-Freitag-Woche, mit Ferienpass sinkt der Preis auf 240 Euro, und gesetzliche Krankenkassen erstatten für Kinder ab 6 Jahren typischerweise mindestens 75 Euro, weil die Woche einen zertifizierten Präventionskurs enthält. Das zweite, meist unsichtbare Element ist der Hamburger Sportbund (HSB) und seine Jugendorganisation, die Hamburger Sportjugend: statt wie München einen eigenen Katalog zu veröffentlichen, fördert der HSB die eigenen Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferienprogramme seiner Mitgliedsvereine für Teilnehmende bis 18 Jahre, mit Zuschüssen der Behörde für Inneres und Sport (dem städtischen Landessportamt) sowie Spenden der Ingeborg-Gross-Stiftung; Vereine beantragen die Förderung direkt beim HSB mit dessen eigenen Richtlinien und Antragsformularen, und Familien melden sich weiterhin bei dem jeweiligen Verein an, der den geförderten Termin durchführt, nie beim HSB selbst. Das dritte Element ist die eigene Ferienanlage Schönhagen des HSB, eine Sportanlage mit 270 Betten an der Ostseeküste, genutzt für Trainingslager, Ferienprogramme, Klassenfahrten und Seminare, direkt über die Hamburger Sportjugend gebucht statt über die Ferienpass-Seite. Zusätzlich zu allen drei Elementen gibt es ein breiteres Feld vollständig privater kommerzieller Anbieter, darunter kidz-in-motion, HSV-Fußballcamp, Die Werkkiste, Kunstschule Krabax und Jugend Erholungswerk Hamburg e.V., die Tagescamps unter anderem in Rahlstedt, Stadtpark, Rissen, Altona/Eimsbüttel und Niendorf anbieten, laut eigenem Verzeichnis von hamburg.de zu Preisen von rund 59 bis 230 Euro pro Woche, wobei einzelne Anbieter für eine volle Fünf-Tage-Multisportwoche mehr verlangen.

Zwei Ebenen, keine einzige Broschüre

Wer aus München zugezogen ist, sollte vergessen, was er dort über Feriensport wusste: eine einzige, von der Stadt veröffentlichte Broschüre mit den Ferien-Sportkursen von rund einem Dutzend Partnervereinen unter einem Deckblatt. So funktioniert Hamburg nicht. Was zunächst wie ein einziges System aussieht, „das städtische Ferien-Sportprogramm”, sind tatsächlich zwei locker verbundene Ebenen, plus ein breites Feld privater kommerzieller Camps daneben.

Die erste Ebene ist der Hamburger Ferienpass, eine kostenlose Rabattkarte und ein Verzeichnis, das jedes Kind und jeder Jugendliche für fast alles während der Schulferien nutzen kann: Schwimmbäder, Museen, Zoos, Workshops, Stadtführungen, Reisepakete, und darunter reichlich Sportcamps. Die zweite Ebene ist der Hamburger Sportbund (HSB) und seine Jugendorganisation, die Hamburger Sportjugend, deren eigentliche Aufgabe gar nicht darin besteht, einen öffentlichen Katalog zu betreiben, sondern still die eigenen Ferienprogramme einzelner Sportvereine zu fördern, damit diese Vereine für eine Woche betreuten Sports weniger oder gar nichts verlangen müssen. Die beiden Ebenen treffen sich an genau einer Stelle: manche der vom HSB mitfinanzierten Vereinscamps landen zur Buchung auf der Ferienpass-Seite selbst, neben vollständig privaten, vollständig kommerziellen Multisport-Camps, die mit HSB-Förderung überhaupt nichts zu tun haben.

Diesen Unterschied zu kennen, zählt aus einem praktischen Grund: wer nur auf die Ferienpass-Seite schaut, sieht den Namen des HSB nie, und wer nur beim HSB nachfragt, bekommt keine buchbare Camp-Liste. Beides wird gebraucht.

Der Hamburger Ferienpass: kostenlos, für 5- bis 19-Jährige, seit 1969

Laut der eigenen Übersicht von hamburg.de wird der Hamburger Ferienpass vom Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ) ausgegeben, einer Abteilung der städtischen Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB), und besteht seit 1969. Jedes Kind und jeder Jugendliche, der in Hamburg zur Schule geht, ungefähr im Alter von 5 bis 19 Jahren, kommt infrage, und der Pass selbst kostet nichts.

Die Verteilung beginnt jedes Jahr Mitte Mai: Schulen geben jedem berechtigten Kind einen Flyer mit der physischen Ferienpass-Karte mit. Kommt dieser Flyer nie zu Hause an, oder zieht die eigene Familie mitten im Jahr nach Hamburg, ist dieselbe Karte bei Jugendämtern, Kundenzentren, öffentlichen Bibliotheken (Bücherhallen) und Budni-Filialen in der ganzen Stadt erhältlich, und eine druckbare Version lässt sich direkt von ferienpass-hamburg.de herunterladen, das Partnerorganisationen ausdrücklich bittet, selbst ausgedruckte Kopien zu akzeptieren, statt Familien abzuweisen.

Laut der eigenen Pressemitteilung Hamburgs zur Ausgabe 2026/2027, von Schulsenatorin Ksenija Bekeris in der Skatehalle i-Punkt Skateland vorgestellt (zum Anlass einer 35-jährigen Partnerschaft zwischen dem Programm und dieser Location, mit Skateboarding als Schwerpunktsport dieser Ausgabe, und einem neuen, von Illustrator Manuel Kilger gestalteten Design), gilt die aktuelle Karte von Beginn der Sommerferien 2026 bis zu den Pfingstferien 2027. Das ist eine wirklich lange Laufzeit: Hamburgs Sommerferien 2026 liefen vom 9. Juli bis 19. August, und dieselbe Karte trägt eine Familie dann durch die Herbstferien (19.-30. Oktober 2026), die Weihnachtsferien (ab 21. Dezember 2026), und bis in die Pfingstferien im Frühjahr 2027, laut der eigenen Übersicht Schulferien und Feiertage der Stadt. Die genauen Termine der Pfingstferien 2027 lohnt sich näher am Zeitpunkt zu bestätigen, da verschiedene Kalender sie leicht unterschiedlich runden.

Die Karte ist nicht auf Sport beschränkt. Sie trägt auch Angebote wie eine kostenlose Juniormitgliedschaft beim Deutschen Jugendherbergswerk (DJH), eine „Stadtsafari durch Hamburg”-Erkundungsaktivität, einen Jugendredaktions-Workshop, und vergünstigte mehrtägige Reisepakete, eines davon wurde schon für nur 15 Euro für eine zweiwöchige Reise in die Niederlande beworben. Sport ist nur ein Strang unter vielen, nicht der alleinige Zweck der Karte.

Wo Sport innerhalb des Passes tatsächlich auftaucht

Die Ferienpass-Website betreibt keine eigenen Camps; sie hostet Einträge, die einzelne Anbieter, Sportvereine wie private Unternehmen gleichermaßen, selbst einstellen und pflegen, filterbar nach Zeitraum, Altersgruppe und Bezirk. Manche dieser gelisteten Aktivitäten sind wirklich kostenlos. Andere sind für Karteninhaber schlicht vergünstigt, und die Karte (oder die gedruckte Kopie) muss tatsächlich mitgebracht werden, um den niedrigeren Preis freizuschalten.

Ein echtes, aktuell aktives Beispiel macht das konkret. Das Multisport-Tagescamp von kidz-in-motion, am Kunstrasenplatz Borgweg-Stadion des VfL 93 Hamburg e.V. in Stadtpark/Winterhude, ist direkt auf ferienpass-hamburg.de gelistet. Es läuft Montag bis Freitag, 8 bis 17 Uhr, für Kinder von 5 bis 13 Jahren, mit einer Mischung aus Laufspielen, Werfen und Fangen, sowie Trendsportarten wie Hockey, Badminton, Flag-Football, Basketball, Tanz und Yoga.

kidz-in-motion Multisport-Tagescamp, Stadtpark/Winterhude: was der Ferienpass-Eintrag tatsächlich zeigt
DetailWas gilt
Regulärer Preis, Mo-Fr-Woche250 Euro
Preis mit Hamburger Ferienpass240 Euro
KrankenkassenerstattungMindestens 75 Euro für Kinder ab 6 (zertifizierter Präventionskurs)
Altersgruppe5-13
EnthaltenMittagessen, Trinkwasser, Obst- und Gemüsesnacks, Medaille, Camp-T-Shirt
Bei wem gebucht wirdDirekt bei kidz-in-motion (Telefon, E-Mail oder Website), nicht bei der Stadt
Eine leere Freiluft-Laufbahn mit weißen Bahnnummern eins bis vier auf rotbraunem Gummibelag, ein schwacher Schatten eines Laternenmasts quer über die Bahnen, grünes Gras am Rand sichtbar, keine Menschen zu sehen

Foto von Bohdan Hyrovych auf Pexels

kidz-in-motion ist nicht der einzige Name auf dem Feld. Laut dem eigenen Verzeichnis von hamburg.de für Feriencamps gehören zu den Anbietern ähnlicher Wochenprogramme in der ganzen Stadt Die Werkkiste (Bau- und Handwerksprojekte), Kunstschule Krabax (Kunst), ein eigenes Parkour Feriencamp, HSV-Fußballcamp und ein separates Ferien Fussball Camp (beide fußballorientiert), und Jugend Erholungswerk Hamburg e.V. (breitere Freizeitprogramme), an Standorten unter anderem in Rahlstedt, dem Hamburger Stadtpark, und Rissen/Blankenese. Dieselbe Seite beziffert dieses breitere Feld auf rund 59 bis 230 Euro pro Woche, mit Altersgruppen meist zwischen 5 und 15 Jahren, und verweist Familien für die vollständige, laufend aktualisierte Liste weiter auf ferienpass-hamburg.de, statt die eigene Seite erschöpfend zu halten.

Die eigentliche Aufgabe des Hamburger Sportbunds: Vereine fördern, keinen Katalog führen

Das ist der Teil von Hamburgs System, der sich am leichtesten ganz übersehen lässt, weil er von Anfang an nie für Familien sichtbar gedacht war. Laut der eigenen Förderseite der Hamburger Sportjugend fördert die Organisation, die Jugendorganisation des Hamburger Sportbunds (HSB), Ferienprogramme während der Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferien über zwei Förderquellen: Zuschüsse der Behörde für Inneres und Sport (dem städtischen Landessportamt) sowie Spenden der Ingeborg-Gross-Stiftung, einer Stiftung, deren eigene Seite bestätigt, dass sie die Hamburger Sportjugend seit langem speziell bei Jugendsport, ehrenamtlichem Engagement und Ausrüstungszugang für einkommensschwächere Familien unterstützt.

Dieses Geld geht nicht an Familien, und es wird über keinen Antrag ausgezahlt, den Eltern selbst ausfüllen. Es geht an einzelne Vereine, die bereits HSB-Mitglied sind und ein dokumentiertes Kinderschutzkonzept vorweisen können, unter Nutzung der eigenen „Richtlinien für Ferienprogramme” des HSB und eines zugehörigen „Antrag Ferienprogramme”-Formulars. Geförderte Programme sind auf Teilnehmende bis 18 Jahre begrenzt. Ein Verein, der diese Förderung erhält, führt dann die eigene Ferien-Sportwoche unter eigenem Namen und zu eigenem Preis durch (dank des Zuschusses oft kostenlos oder für einen symbolischen Betrag), und eine Familie meldet sich direkt bei diesem Verein an, genauso wie bei jeder anderen Vereinsaktivität. Ob dieser konkrete Verein die geförderte Woche auch auf ferienpass-hamburg.de listet, liegt vollständig beim Verein selbst; manche tun es, viele wahrscheinlich nicht, genau deshalb kann die direkte Nachfrage bei einem lokalen Sportverein, „bietet ihr während der Ferien etwas an, und ist es HSB-gefördert?”, günstigere Optionen zutage fördern, als bei einer allgemeinen Online-Suche sichtbar wird.

Ferienanlage Schönhagen: das Ferienlager, das der HSB selbst betreibt

Der eine Teil dieser Landschaft, den der HSB wirklich selbst betreibt, statt ihn über Dritte zu fördern, liegt weit außerhalb Hamburgs. Die Ferienanlage Schönhagen an der Ostseeküste ist eine Ferien- und Trainingsanlage mit 270 Betten, die die Hamburger Sportjugend selbst besitzt und direkt betreibt, mit Beachvolleyball, Fußballplätzen, Tischtennis, Tanzfläche und Kampfsporträumen, genutzt für Trainingslager, Ferienprogramme, Klassenfahrten und Seminare abseits der Stadt.

Die Buchung von Schönhagen läuft überhaupt nicht über ferienpass-hamburg.de. Familien und Gruppen organisieren sie direkt mit der Hamburger Sportjugend, entweder über das eigene Mitgliederportal der Organisation oder eine direkte Buchungsanfrage (Schäferkampsallee 1, Hamburg; Telefon 040/419 08 123; service@hamburger-sportjugend.de). Am besten als wirklich getrennte Option behandeln, die sich lohnt, beim Sportverein des eigenen Kindes oder direkt bei der Hamburger Sportjugend anzusprechen, da sie beim Durchstöbern der Sportangebote auf der Ferienpass-Seite nicht auftaucht.

Die vier Wege im Vergleich

Hamburgs Ferien-Sport-Landschaft: vier Wege im Vergleich
DetailFerienpass-gelistetes Camp (z.B. kidz-in-motion)HSB-gefördertes Vereins-FerienprogrammFerienanlage SchönhagenVollständig privates kommerzielles Camp
Wer es betreibtEinzelnes Unternehmen oder Verein, selbst eingetragenEin HSB-Mitgliedsverein, mit HSB-FörderungDie Hamburger Sportjugend direktEin privates Unternehmen, ohne HSB-Bezug
Wo zu findenferienpass-hamburg.deDirekt beim eigenen Verein nachfragenhamburger-sportjugend.deFeriencamp-Verzeichnis von hamburg.de oder die eigene Seite des Anbieters
Bei wem gebucht wirdDirekt beim gelisteten AnbieterDirekt beim VereinDirekt bei der Hamburger SportjugendDirekt beim Unternehmen
Typische Kosten240-250 Euro/Woche (mit Ferienpass-Rabatt)Oft kostenlos oder symbolisch, förderabhängigAnlagen-/programmabhängig, mit HSJ vereinbartRund 59-230+ Euro/Woche
AltersgrenzeVom Anbieter festgelegt (5-13 im kidz-in-motion-Beispiel)Bis 18 (Förderobergrenze)Jugend- und FamiliengruppenVom Anbieter festgelegt, meist 5-15
StandortInnerhalb HamburgsInnerhalb Hamburgs, am eigenen VereinsstandortOstseeküste, SchönhagenInnerhalb Hamburgs

Schritt für Schritt

  1. Zuerst den Ferienpass des eigenen Kindes besorgen, auch bei Unsicherheit über die Nutzung. Er ist kostenlos, deckt 5 bis 19 Jahre ab, und Schulen verteilen ihn ab Mitte Mai; wurde dieses Fenster verpasst, gibt es die Karte bei einem Jugendamt, Kundenzentrum, einer Bücherhalle oder Budni-Filiale, oder selbst ausgedruckt von ferienpass-hamburg.de.
  2. Ferienpass-hamburg.de nach Sportangeboten nach Alter, Zeitraum und Bezirk durchsuchen. Jedes dort gefundene kommerzielle Camp wird direkt bei diesem Anbieter gebucht, nicht bei der Stadt.
  3. Getrennt davon beim Sportverein des eigenen Kindes (oder einem in Betracht gezogenen Verein) nachfragen, ob ein HSB-gefördertes Ferienprogramm läuft. Diese werden nicht auf der Ferienpass-Seite beworben und können deutlich günstiger sein, da die Förderung des Hamburger Sportbunds Teilnehmende bis 18 Jahre abdeckt.
  4. Für ein Ferienlager an der Ostsee statt eines Stadtcamps direkt bei der Hamburger Sportjugend nach der Ferienanlage Schönhagen fragen. Sie wird direkt über die Organisation selbst gebucht, nicht über eine öffentliche Listing-Seite.
  5. Vor der vollen Bezahlung eines kommerziellen Camps mit Gesundheits- oder Fitnesselement bei der eigenen Krankenkasse nach Erstattung fragen. Das obige kidz-in-motion-Beispiel bringt für Kinder ab 6 Jahren wegen eines zertifizierten Präventionskurses mindestens 75 Euro zurück; andere Anbieter bieten womöglich Ähnliches.
  6. Früh für eine bestimmte Woche anmelden, nicht allgemein für die Ferien. Einzelne Anbieter veröffentlichen und füllen die eigenen wochenweisen Zeitpläne deutlich vor jedem Ferienblock, unabhängig davon, wie lange der Ferienpass selbst gültig bleibt.

Hinweis

Diese Seite gibt öffentlich zugängliche Informationen der offiziellen Ferienpass- und Feriencamp-Seiten von hamburg.de, von ferienpass-hamburg.de samt einem aktiv laufenden Einzeleintrag, der eigenen Förder- und Ferienanlage-Schönhagen-Seiten der Hamburger Sportjugend, der eigenen Seite der Ingeborg-Gross-Stiftung, und des veröffentlichten 2026er-Programms von kidz-in-motion wieder, Stand Mitte 2026. Sie ersetzt keine offizielle Auskunft. Preise, Erstattungsbedingungen, Ferientermine (besonders das Fenster der Pfingstferien 2027) und die Verfügbarkeit einzelner Camps können sich ändern und ändern sich tatsächlich; aktuelle Details direkt bei ferienpass-hamburg.de, der Hamburger Sportjugend, der eigenen Krankenkasse oder dem jeweiligen Anbieter bestätigen, bevor eine Anmeldung erfolgt oder ein Budget geplant wird.

Häufige Fragen & Stolperfallen

Ist der Hamburger Ferienpass dasselbe wie der Feriensport des Hamburger Sportbunds, oder sind das zwei getrennte Programme?

Sie sind getrennt, überschneiden sich aber an einer nützlichen Stelle. Der Ferienpass ist eine kostenlose Rabattkarte und ein Online-Verzeichnis, betrieben vom städtischen Zentrum für Schul- und Jugendinformation (ZSJ), das jede Art von Ferienaktivität abdeckt, Sport eingeschlossen, dazu Film- und Theaterworkshops, Stadtsafaris, sogar vergünstigte Reisepakete. Der Hamburger Sportbund (HSB) und seine Jugendorganisation, die Hamburger Sportjugend, veröffentlichen keinen eigenen Konkurrenzkatalog; ihre eigentliche Rolle ist es, im Hintergrund die eigenen Oster-, Pfingst-, Sommer- und Herbstferienprogramme der Mitgliedsvereine zu fördern, mit Zuschüssen des städtischen Landessportamts und Spenden der Ingeborg-Gross-Stiftung. Die beiden Systeme treffen sich dort, wo einzelne Vereine und kommerzielle Sportanbieter, manche HSB-gefördert, manche vollständig privat, ihre eigenen Camps direkt auf ferienpass-hamburg.de eintragen, eine Familie, die auf der Ferienpass-Seite nach Sportangeboten sucht, sieht also oft die sichtbare Spitze der dahinterliegenden HSB-Förderung, ohne dass der Name des HSB irgendwo im Eintrag auftaucht.

Kostet der Ferienpass etwas, und wer kommt tatsächlich dafür infrage?

Der Pass selbst ist kostenlos. Er steht jedem Kind und jedem Jugendlichen von 5 bis 19 Jahren offen, der in Hamburg zur Schule geht, seit 1969 vom ZSJ unter der städtischen Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung ausgegeben. Ab Mitte Mai jedes Jahres geben Schulen jedem berechtigten Kind einen Flyer mit der physischen Ferienpass-Karte mit. Kommt dieser Flyer nie zu Hause an, oder meldet sich die eigene Familie mitten im Jahr an, ist dieselbe Karte bei Jugendämtern, Kundenzentren, Bücherhallen (öffentlichen Bibliotheken) und Budni-Filialen in der ganzen Stadt erhältlich, oder eine druckbare Version lässt sich direkt von ferienpass-hamburg.de herunterladen, das Partnerorganisationen ausdrücklich bittet, selbst ausgedruckte Kopien zu akzeptieren, statt Familien abzuweisen. Die Karte selbst garantiert nicht überall freien Eintritt: manche gelistete Aktivitäten sind wirklich kostenlos, andere sind schlicht vergünstigt, und die Karte (oder die gedruckte Version) muss beim Anmelden oder Einlass tatsächlich vorgezeigt werden, um den jeweiligen Vorteil zu bekommen.

Wie funktioniert die Buchung tatsächlich bei einem Sportcamp, das wir auf der Ferienpass-Seite gefunden haben?

Gebucht wird nie über die Ferienpass-Seite selbst, sondern nur über den auf der jeweiligen Seite gelisteten Anbieter. Ein konkretes Beispiel ist das Multisport-Tagescamp von kidz-in-motion am Borgweg-Stadion des VfL 93 Hamburg e.V. in Stadtpark/Winterhude, für Kinder von 5 bis 13 Jahren: der Eintrag selbst nennt Telefonnummer, E-Mail und Website des Anbieters, und die Anmeldung läuft direkt über kidz-in-motion, nicht über die Stadt. Der reguläre Preis für eine Montag-bis-Freitag-Woche liegt bei 250 Euro; das Vorzeigen des Ferienpasses senkt ihn auf 240 Euro. Da die Woche zusätzlich einen zertifizierten Präventionskurs enthält, erstatten gesetzliche Krankenkassen für Kinder ab 6 Jahren typischerweise mindestens 75 Euro zurück, ein Punkt, der sich lohnt, vor der Buchung bei der eigenen Krankenkasse anzusprechen, statt anzunehmen, die vollen 240 Euro kämen direkt aus der eigenen Tasche.

Kann sich unsere Familie direkt beim Hamburger Sportbund um Ferienprogramm-Förderung bewerben?

Nein, und das ist ein häufiger Punkt der Verwirrung. Die Ferienprogramm-Förderung des HSB, gespeist aus Zuschüssen der Behörde für Inneres und Sport (Landessportamt) und Spenden der Ingeborg-Gross-Stiftung, fließt an HSB-Mitgliedsvereine, nicht an einzelne Familien. Ein Verein beantragt sie mit den eigenen Richtlinien für Ferienprogramme des HSB und dem zugehörigen Antragsformular, und muss bereits HSB-Mitglied sein sowie ein dokumentiertes Kinderschutzkonzept vorweisen. Praktisch bedeutet das für eine Familie: das Geld kann nicht selbst beantragt werden, aber bei einem lokalen Sportverein kann direkt nachgefragt werden, ob dieser während der nächsten Schulferien ein HSB-gefördertes Ferienprogramm anbietet, denn solche Programme sind meist deutlich günstiger, manchmal kostenlos, im Vergleich zu den online sichtbareren kommerziellen Camps. Die Förderung deckt Teilnehmende nur bis 18 Jahre ab.

Was ist die Ferienanlage Schönhagen, und gehört sie zu diesem selben System?

Das ist ein wirklich getrennter Weg: eine Sportanlage mit 270 Betten, die die Hamburger Sportjugend selbst besitzt und an der Ostseeküste in Schönhagen betreibt, mit Beachvolleyball, Fußballplätzen, Tischtennis, Tanzfläche und Kampfsporträumen, genutzt für Trainingslager, Ferienprogramme, Klassenfahrten und Seminare abseits der Stadt. Anders als die vereinsgetragenen Tagescamps, die manchmal auf der Ferienpass-Seite auftauchen, wird Schönhagen direkt über die Hamburger Sportjugend gebucht, entweder über deren Mitgliederportal oder eine direkte Buchungsanfrage per Telefon oder E-Mail, und ist nicht auf ferienpass-hamburg.de gelistet. Am besten als getrennte Option behandeln, die sich lohnt, direkt beim Sportverein des eigenen Kindes oder bei der Hamburger Sportjugend anzusprechen, statt etwas, worauf man beim Durchstöbern der Ferienpass-Seite stößt.

Was sind die tatsächlichen Termine des aktuellen Ferienpasses 2026/2027, und wie weit im Voraus sollten wir uns für ein bestimmtes Camp anmelden?

Die Ausgabe 2026/2027 gilt von Beginn der Hamburger Sommerferien 2026 (die vom 9. Juli bis 19. August 2026 liefen) bis zu den Pfingstferien 2027, die nach dem Sommer noch verbleibenden Blöcke sind also die Herbstferien (19.-30. Oktober 2026), die Weihnachtsferien (ab 21. Dezember 2026), und die Pfingstferien im Frühjahr 2027; die genauen Termine 2027 lohnt sich auf der eigenen Schulferien-Seite von hamburg.de zu bestätigen, da sie zwischen Quellen leicht abweichen können. Einzelne Camp-Wochen folgen für die Anmeldung nicht demselben Kalender: kidz-in-motion etwa veröffentlicht konkrete wochenweise Termine an jedem der eigenen Standorte (Rahlstedt, Stadtpark, Rissen, Altona/Eimsbüttel, Niendorf) deutlich vor Beginn der eigentlichen Ferien, und beliebte Wochen können sich schon vor Ferienbeginn füllen. Praktisch lohnt es sich, den eigenen Zeitplan eines Anbieters gleich nach Veröffentlichung zu prüfen, statt bis zum Beginn der Schulferien zu warten.