Elbphilharmonie und HafenCity: die kostenlose Plaza, Konzertpreise und Hamburgs neuester Stadtteil für Familien

Für eine neu zugezogene Familie ist der Teil der Elbphilharmonie, der im Alltag tatsächlich zugänglich ist, kein Konzertticket, sondern die Plaza, die öffentliche Aussichtsplattform 37 Meter über dem Boden, dort, wo das alte Backstein-Lagerhaus Kaispeicher A auf die von den Architekten Herzog & de Meuron entworfene, wellenförmige Glasstruktur darüber trifft (eröffnet am 11. Januar 2017, an der höchsten Stelle 108 Meter). Die Plaza ist täglich von 10:00 bis 24:00 Uhr geöffnet (letzter Einlass 23:30 Uhr), zieht über 3 Millionen Besuchende im Jahr an und an Spitzentagen bis zu 17.000, und obwohl der Eintritt kostenlos ist, wird die Kapazität über ein zeitlich gebundenes Plaza-Ticket gesteuert, ein spontaner Besuch ist also nie garantiert. Bis zum 4. Oktober 2026 kostet ein Spontanticket am Besucherzentrum (Am Kaiserkai 60-62) nichts, sofern noch Plätze frei sind, oder man bucht online vorab gegen eine Bearbeitungsgebühr von 3 Euro, um sich eine Uhrzeit zu sichern; ab dem 5. Oktober 2026 wird der Eintritt selbst kostenpflichtig, 5 Euro (3 Euro ermäßigt für Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahren, Studierende sowie Inhaberinnen und Inhaber eines Sozialleistungs- oder Schwerbehindertenausweises plus eine Begleitperson; unter Dreijährige und Hamburger Schulklassen bleiben kostenlos). Wer den alten, günstigeren Satz nutzen möchte, sollte also vor diesem Datum besuchen oder buchen. Konzerttickets sind eine separate, für einen spontanen Familienausflug wirklich teure Angelegenheit, reguläre Plätze kosten etwa 20 bis 200 Euro, das REDticket bietet allerdings jeder Person unter 30 Jahren den besten verfügbaren Platz für 12 Euro, buchbar ab zwei Wochen vor der Vorstellung. Wirklich für Familien gebaut ist die eigene, altersgestaffelte Konzertreihe der Elbphilharmonie: Elfi-Babykonzerte (0-1), Twinkle Concerts (1-10) und Gen-Elphi-Shows für Jugendliche, die meisten im Bereich von 6 bis 19 Euro, dazu die Mitmach-Workshops Klassiko, Kreativ und Kosmos sowie ein generationenübergreifendes Familienorchester. Das Gebäude liegt an der Westspitze von HafenCity, Hamburgs neuestem Stadtteil, seit dem 1. März 2008 offiziell eigenständig, gebaut auf rund 157 Hektar früherem Hafengelände, unmittelbar neben, aber nicht selbst Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Speicherstadt gleich nebenan. HafenCity ist für einen Innenstadtstadtteil ungewöhnlich familienorientiert: In rund 26,4 Prozent der Haushalte der etwa 8.000 aktuellen Bewohnerinnen und Bewohner leben Kinder, deutlich über Hamburgs stadtweitem Durchschnitt von 19,0 Prozent, und öffentliche Plätze wie der Vasco-da-Gama-Platz und die Marco-Polo-Terrassen wurden mit Spielplätzen und Rasenflächen gebaut, statt als rein kommerzielles Viertel. Die nächste Station zum Gebäude ist U3 Baumwall; U4 Überseequartier oder HafenCity Universität bringen einen direkt nach HafenCity hinein, rund 950 Meter Fußweg von der Elbphilharmonie entfernt.

Zwei sehr verschiedene Dinge, die “Elbphilharmonie” heißen

Fragt man jemanden, der neu nach Hamburg gezogen ist, was ein Besuch der Elbphilharmonie kostet, bekommt man wild unterschiedliche Antworten, weil die Frage meist zwei verschiedene Erlebnisse vermischt. Das eine ist die Plaza, die öffentliche Aussichtsplattform, die jede und jeder besuchen kann, historisch kostenlos und selbst nach der Änderung noch günstig. Das andere ist ein echtes Konzert im Großen Saal oder Kleinen Saal, ein reales und oft teures Ticket-Ereignis. Für eine Familie, die sich in Hamburg einlebt, lohnt es sich fast immer, einen Besuch zuerst um die Plaza herum zu planen, und das Konzertprogramm, das sich zu kennen lohnt, ist nicht das reguläre Erwachsenenprogramm, sondern die eigene, spezielle Kinderreihe des Hauses.

Elbphilharmonie, kurz und knapp
DetailWas gilt
Eröffnung11. Januar 2017
ArchitektenHerzog & de Meuron
Höhe108 Meter an der höchsten Stelle, das höchste bewohnte Gebäude Hamburgs
StrukturEin gläsernes, wellenförmiges Konzerthaus direkt auf dem Kaispeicher A, einem Backstein-Hafenlager von 1963, dessen ursprüngliche Fassade an der Basis erhalten blieb
Kapazität Großer SaalRund 2.100 Plätze, Weinberg-Bestuhlung rund um die Bühne
LageWestspitze von HafenCity, an der Elbe, unmittelbar neben dem historischen Speicherstadt-Viertel

Die Plaza: kostenlos zu besuchen, nie kostenlos ohne Plan hineinzugehen

Die Plaza liegt dort, wo das alte Backsteinlager endet und die moderne Glasstruktur beginnt, rund 37 Meter über dem Boden, eine überdachte und offene öffentliche Aussichtsplattform mit über 4.000 Quadratmetern, größer als Hamburgs eigener Rathausmarkt. Sie ist täglich von 10:00 bis 24:00 Uhr geöffnet, letzter Einlass 23:30 Uhr, und laut den eigenen Zahlen der Elbphilharmonie zog sie in ihren ersten acht Jahren 25 Millionen Besuchende an, über 3 Millionen jährlich, an einzelnen Spitzentagen bis zu 17.000 Menschen.

Der Zugang wurde immer über ein Plaza-Ticket geregelt, auch in den Jahren, in denen dieses Ticket nichts kostete. Das ändert sich zu einem bestimmten Datum, und es lohnt sich zu wissen, auf welcher Seite dieses Datums man plant.

Plaza-Eintritt, vor und nach dem 5. Oktober 2026
Bis 4. Oktober 2026Ab 5. Oktober 2026
Spontanticket, BesucherzentrumKostenlos, sofern an diesem Tag noch Plätze frei sind5 Euro (3 Euro ermäßigt)
Vorab gebuchtes Ticket, online3 Euro Bearbeitungsgebühr, sichert eine Uhrzeit5 Euro (3 Euro ermäßigt)
Ermäßigter Satz (3 Euro)Nicht anwendbarKinder und Jugendliche 3-18, Studierende, Auszubildende, Empfängerinnen/Empfänger von Sozialleistungen, Schwerbehindertenausweis plus eine Begleitperson
Kinder unter 3Kostenlos, kein Ticket nötigKostenlos, kein Ticket nötig
Hamburger SchulklassenKostenlosKostenlos
Inhabende von Konzerttickets (Großer/Kleiner Saal)Kostenloser Eintritt ab 2 Stunden vor der VorstellungGleich

Die Änderung wurde durch die Berichterstattung von iamexpat zur Ankündigung bestätigt, und Hamburgs Stadtverwaltung hat den Schritt als notwendig beschrieben, um weiterhin die Besucherzahlen auf einer Plattform zu steuern, die nie ohne Buchungssystem gedacht war, sondern nur ohne Preisschild. Praktisch bedeutet das, dass die klügste Vorgehensweise für eine neu zugezogene Familie auf beiden Seiten des Oktober 2026 gleich bleibt: online eine bestimmte Uhrzeit vorab buchen, statt hinzugehen und zu hoffen, denn ein Spontanticket war schon vor der Gebühr nie garantiert, sondern nur eine Option, wenn die Kapazität es zuließ.

Anreise

Anreise zur Elbphilharmonie und HafenCity
VerkehrsmittelStation/HaltestelleHinweise
U-BahnU3 BaumwallNächste Station zum Gebäude selbst
U-BahnU4 ÜberseequartierRund 950 m Fußweg; bringt einen ins zentrale HafenCity
U-BahnU4 HafenCity UniversitätFür das östliche HafenCity
BusLinien 2, 111 (Am Sandtorkai) oder 6 (Auf dem Sande)Haltestellen in Gehweite
FähreHADAG-Linie 72 ab LandungsbrückenDirekte Anlegestelle Elbphilharmonie
ParkenHauseigenes Parkhaus, 435 Plätze22 Euro/4 Stunden oder 35 Euro/24 Stunden, Vorabbuchung empfohlen; die Einfahrt "Elbphilharmonie" nutzen, nicht "Elbphilharmonie Hotel"

Für Kinderwagen sind rechts im Eingangsbereich Aufzüge ausgeschildert, und das Einlasspersonal lässt einen Kinderwagen gerne bei sich stehen, während man oben auf der Plaza ist, statt ihn durch das Gedränge zu schieben.

Blick vom Wasser auf die charakteristische geschwungene Glas-Wellendach der Elbphilharmonie, die über einer Reihe moderner HafenCity-Wohnhäuser entlang eines Hafenkanals aufragt, keine Menschen oder lesbare Beschilderung sichtbar

Foto von Wolfgang Weiser auf Pexels

Konzerte: echte Tickets sind teuer, Familientickets nicht

Ein reguläres Elbphilharmonie-Konzertticket kostet je nach Programm und Platz etwa 20 bis 200 Euro, für einen spontanen Familienausflug als regelmäßige Gewohnheit wirklich zu viel. Zwei Dinge mildern das für einen neu zugezogenen Haushalt ab.

Das REDticket gibt jeder Person unter 30 bei vielen Konzerten den besten verfügbaren Platz für pauschal 12 Euro, buchbar ab zwei Wochen vor der Vorstellung, in den Ticketshops, an der Abendkasse, online oder telefonisch. Es ist kein spezieller Kinderrabatt, sondern ein Unter-30-Satz, nützlich, wenn ein Elternteil selbst oder ein älterer Teenager mit kleinem Budget dabei sein möchte.

Die eigene Familien- und Kinderserie der Elbphilharmonie ist der Teil, der tatsächlich um Kinder herum gebaut ist, gestaffelt nach Alter:

Elbphilharmonie Familien- und Kinderkonzertreihe, nach Alter
AltersgruppeFormatBeispielpreis
0-1Elfi-BabykonzerteFormatabhängige Preise
1-3Twinkle Concerts SRund 8 Euro
3-5Twinkle Concerts M, erste Workshops, MärchenaufführungenFormatabhängige Preise
6-10Twinkle Concerts L/XL, Orchesterinstrumente, JazzBis zu rund 17,50 Euro
10-14XL-Konzerte, teils im Großen SaalFormatabhängige Preise
14+Gen-Elphi-ProduktionenFormatabhängige Preise
Alle GenerationenElbphilharmonie-FamilienorchesterRund 6 Euro
FamilienformatNDR-Familienkonzert (Beispiel)Rund 12 Euro

Über die Konzerte hinaus lassen drei Workshop-Reihen, Klassiko (Instrumente des Sinfonieorchesters), Kreativ (kreativer Ausdruck) und Kosmos (verschiedene Klangwelten, darunter Gamelan), Kinder Instrumente selbst in die Hand nehmen statt nur zuzuschauen. Es gibt in der Regel keinen separaten Kinderrabatt auf Erwachsenenpreise obendrauf; stattdessen sind die Familienformate für ihr eigenes Format bepreist, was die meisten deutlich unter 20 Euro hält. Buchungsfenster für dieses Programm öffnen in einem rollierenden Vierteljahresrhythmus (zum Beispiel ein Vorverkauf Ende Mai für den Block August bis Oktober), es lohnt sich also, einige Monate im Voraus zu planen, statt kurzfristige Verfügbarkeit wie bei einem einzelnen Erwachsenenkonzert zu erwarten.

HafenCity: Hamburgs neuester Stadtteil, und der familienreichste seiner Innenstadt

Die Elbphilharmonie liegt am Westrand von HafenCity, und der Stadtteil drumherum lohnt sich, aus eigenem Recht zu verstehen, nicht nur als Kulisse für das Konzerthaus.

HafenCity in Zahlen
KennzahlWert
Offizieller eigenständiger Stadtteil seit1. März 2008
FlächeRund 157 Hektar früheres Hafen- und Industriegelände (127 ha Landfläche), erweitert Hamburgs Innenstadtfläche um rund 40%
Aktuelle EinwohnerzahlRund 8.000
Geplante EndbevölkerungRund 16.000 Einwohnerinnen und Einwohner in etwa 8.000 Wohnungen (1.700-2.200 davon gefördert)
Haushalte mit Kindern26,4%, gegenüber 19,0% für Hamburg insgesamt
Mehrpersonenhaushalte66,9%, gegenüber 45,6% stadtweit
Aktuell etablierte ArbeitsplätzeRund 15.000 in etwa 930 Unternehmen (bis zu 45.000 geplant)
StudierendeRund 7.000, über mehrere Bildungseinrichtungen verteilt
AngebotsmieteRund 29 Euro/m², Hamburgs teuerster Stadtteil

Bevor HafenCity als Wohnviertel existierte, war dies aktives Hafen- und Industriegelände; das Gebiet verlor seinen Freihafenstatus erst 2003, um Wohnungen und gewöhnliche Infrastruktur zu erlauben, der Bau begann 2001. Von diesem Ausgangspunkt zu einem Stadtteil zu wachsen, in dem in mehr als einem Viertel der Haushalte Kinder leben, deutlich über dem Hamburger Durchschnitt, ist mit ein Grund, warum das Viertel spürbar kinderwagenfreundlich statt rein kommerziell oder touristisch wirkt.

Zwei öffentliche Plätze lohnen einen Stopp über die Elbphilharmonie hinaus. Der Vasco-da-Gama-Platz, der kleinste öffentliche Platz von HafenCity, dient hauptsächlich als Naherholungsfläche für Anwohnende, mit einem bunt gestalteten, schallgedämpften Spielbereich, einem Basketballfeld und rollstuhlgerechtem Rampenzugang hinunter zur Wasserpromenade. Die Marco-Polo-Terrassen, die größere zentrale Freifläche des westlichen HafenCity, bieten rund 920 Quadratmeter Rasenfläche im Schatten von mehr als 30 Bäumen, die inoffiziell auch ohne dedizierte Spielgeräte als große Spielfläche funktioniert. Beide liegen bequem zu Fuß von der Elbphilharmonie entfernt, ein natürlicher Stopp, damit Kinder nach der Zeit auf der Plaza Energie abbauen können.

Ehrlich gesagt werden muss beim Preis. HafenCitys Angebotsmieten liegen bei rund 29 Euro pro Quadratmeter, gegenüber einem stadtweiten Durchschnitt näher an 13,58 Euro, was den Stadtteil mit deutlichem Abstand zum teuersten Hamburgs macht, weit über dem, was die eigene Vergleichsmiete der städtischen Mietpreisbremse als fairen Satz nahelegen würde. Es ist ein echter, familienorientierter Stadtteil zum Besuchen und ein Ort, an dem tatsächlich Menschen leben, nur kein Startpunkt für einen neu zugezogenen Haushalt mit knappem Wohnbudget.

Nicht ganz UNESCO, und warum das wichtig ist

Die Elbphilharmonie wird online oft locker als UNESCO-Wahrzeichen beschrieben, eine angesichts der Lage verständliche Verwechslung. Die Speicherstadt, das historische Backstein-Lagerhausviertel direkt nebenan, wurde im Juli 2015 zusammen mit dem benachbarten Kontorhausviertel als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen. Die Elbphilharmonie selbst, gebaut auf dem alten Lagerhaus Kaispeicher A an der Westspitze von HafenCity, liegt genau an dieser Grenze, ist aber kein Teil des UNESCO-gelisteten Gebiets. Sie ist trotzdem eine legitime architektonische Ikone aus eigenem Recht, ein sofort erkennbares Gebäude, das 2017 Hamburgs Skyline neu geprägt hat, nur eben mit einer anderen Art von Anerkennung als das historische Viertel daneben. Steht bei einem Besuch beides auf dem Plan, lohnt es sich, die beiden als zwei getrennte Stopps mit zwei getrennten Geschichten zu behandeln, statt als ein gemeinsames UNESCO-Erlebnis.

Der Reihe nach vorgehen

  1. Zuerst entscheiden: Plaza oder Konzert. Die Plaza ist für die meisten Familien die zugängliche, budgetfreundliche Option; ein reguläres Konzertticket (20-200 Euro) ist ein echter Luxus, kein spontaner Ausflug.
  2. Online eine Plaza-Uhrzeit vorab buchen, statt spontan hinzugehen. Schon vor der Gebührenänderung am 5. Oktober 2026 war ein Spontanticket an einem Tag mit bis zu 17.000 Besuchenden nie garantiert.
  3. Bei einem Besuch vor dem 5. Oktober 2026 die noch niedrige Gebühr im Kopf behalten. Kostenloser Spontanbesuch (sofern Plätze frei sind) oder 3 Euro Buchungsgebühr; nach diesem Datum 5 Euro pro Person einplanen (3 Euro ermäßigt für Kinder von 3-18, unter Dreijährige kostenlos).
  4. Für ein echtes Familienkonzert die altersgestaffelte Reihe prüfen (Elfi, Twinkle Concerts, Gen Elphi) statt des regulären Erwachsenenprogramms, und angesichts des vierteljährlichen Vorverkaufs einige Monate im Voraus buchen.
  5. Für das Gebäude selbst U3 Baumwall nehmen, oder U4 Überseequartier/HafenCity Universität, wenn zuerst HafenCity erkundet werden soll; Kinderwagen mitbringen, Aufzüge sind am Eingang ausgeschildert.
  6. Danach Zeit für den Vasco-da-Gama-Platz oder die Marco-Polo-Terrassen einplanen, beide bequem zu Fuß erreichbar, falls die Kinder herumtoben statt nur auf einen Ausblick schauen müssen.

Rechtlicher Hinweis

Dieser Beitrag fasst öffentlich zugängliche Informationen von der eigenen Website der Elbphilharmonie, den offiziellen Statistiken der HafenCity Hamburg GmbH sowie unabhängigen Nachrichten- und Referenzquellen zusammen, Stand Mitte 2026. Es handelt sich nicht um eine offizielle Besucherempfehlung. Ticketpreise, Buchungsregeln und die hier beschriebene Gebührenänderung im Oktober 2026 können sich erneut ändern; aktuelle Details sollten direkt bei der Elbphilharmonie bestätigt werden, bevor ein Besuch geplant wird.

Häufige Fragen & Stolperfallen

Ist der Besuch der Elbphilharmonie-Plaza tatsächlich kostenlos?

Ja, vorerst, aber kostenlos bedeutete nie dasselbe wie planlos hineinspazieren. Die Kapazität auf der Plaza wurde immer über ein Plaza-Ticket gesteuert, auch in den Jahren, in denen das Ticket selbst nichts kostete. Bis zum 4. Oktober 2026 ist ein Spontanticket am Besucherzentrum kostenlos, sofern an diesem Tag noch Plätze frei sind, eine Online-Vorabbuchung zur Sicherung einer Uhrzeit kostet eine Bearbeitungsgebühr von 3 Euro. Ab dem 5. Oktober 2026 ändert sich das: Der Eintritt selbst wird mit 5 Euro kostenpflichtig, mit einem ermäßigten Satz von 3 Euro für Kinder und Jugendliche von 3 bis 18 Jahren, Studierende, Auszubildende, Empfängerinnen und Empfänger von Sozialleistungen sowie Inhaberinnen und Inhaber eines Schwerbehindertenausweises plus eine Begleitperson. Kinder unter 3 bleiben zu jedem Zeitpunkt kostenlos, ebenso Hamburger Schulklassen. Ist der kostenlose Spontan-Satz für das Familienbudget relevant, lohnt es sich, einen Besuch vor dem 5. Oktober 2026 zu planen oder den aktuell niedrigeren Satz vorab zu sichern.

Ist die Elbphilharmonie ein UNESCO-Weltkulturerbe?

Nein, und das ist eine leicht zu machende Verwechslung, da beide direkt nebeneinanderliegen. Die Speicherstadt, das historische Lagerhausviertel, wurde im Juli 2015 zusammen mit dem benachbarten Kontorhausviertel als UNESCO-Weltkulturerbe eingetragen. Die Elbphilharmonie ist ein moderner Bau auf dem alten Backstein-Lagerhaus Kaispeicher A an der Westspitze von HafenCity, unmittelbar angrenzend an die Speicherstadt, aber selbst kein Teil des UNESCO-gelisteten Gebiets. Sie ist trotzdem eine echte, weltweit bekannte architektonische Ikone, 2017 von Herzog & de Meuron eröffnet und sofort eines der meistfotografierten Gebäude Hamburgs, nur eben keine eigenständige UNESCO-Stätte.

Gibt es Konzerte, die Kinder tatsächlich besuchen können, oder ist alles teures Erwachsenenprogramm?

Es gibt ein echtes Familienprogramm, das ganz anders bepreist ist als ein normales Erwachsenenkonzert. Reguläre Tickets kosten je nach Vorstellung und Platz etwa 20 bis 200 Euro. Daneben führt die Elbphilharmonie eine eigene, altersgestaffelte Reihe speziell für Kinder: Elfi-Babykonzerte für 0 bis 1 Jahr, Twinkle Concerts von Kleinkind bis etwa 10 Jahre, erste Workshops und Märchenformate für Kinder im Vorschulalter, und Gen-Elphi-Produktionen für Jugendliche, manche davon im Großen Saal selbst. Konkrete Beispiele aus dem aktuellen Programm sind ein Twinkle Concert für 8 Euro, ein Ticket für das generationenübergreifende Elbphilharmonie-Familienorchester für 6 Euro und ein NDR-Familienkonzert für 12 Euro. Es gibt generell keinen separaten Kinderrabatt auf Erwachsenenpreise, die Familienformate sind für das jeweilige Format selbst bepreist, was sie erschwinglich hält.

Wie kommen wir mit Kinderwagen zur Elbphilharmonie, und was, wenn wir nicht anstehen wollen?

Das Gebäude hat im Eingangsbereich ausgeschilderte Aufzüge speziell für stufenlosen Zugang zur Plaza, und das Personal lässt Kinderwagen bei den Einlasskräften stehen, während man oben ist, statt ihn durch die Menge zu manövrieren. Die nächste Station ist U3 Baumwall, ein kurzer Fußweg zum Gebäude; U4 Überseequartier oder HafenCity Universität funktionieren ebenfalls, falls zuerst der Rest von HafenCity erkundet werden soll, rund 950 Meter vom Konzerthaus selbst entfernt. Um die Warteschlange am Besucherzentrum ganz zu umgehen, lohnt sich eine Online-Vorabbuchung eines Plaza-Tickets für eine bestimmte Uhrzeit, statt zu hoffen, dass noch ein Spontanticket verfügbar ist, besonders da die Plaza über 3 Millionen Besuchende im Jahr und an ihren stärksten Tagen bis zu 17.000 Menschen zieht.

Ist HafenCity als Familie tatsächlich ein sinnvoller Wohnstadtteil, oder nur etwas für Touristen?

Es ist ein echter Wohnstadtteil, und für seine zentrale Lage ungewöhnlich familienreich. HafenCity wurde am 1. März 2008 ein eigener offizieller Hamburger Stadtteil, und heute leben in rund 26,4 Prozent der Haushalte der etwa 8.000 Bewohnerinnen und Bewohner Kinder, gegenüber Hamburgs stadtweitem Durchschnitt von 19,0 Prozent, öffentliche Plätze wie der Vasco-da-Gama-Platz und die Marco-Polo-Terrassen wurden mit Spielplätzen statt als rein kommerzielle Fläche gebaut. Der Haken ist der Preis: HafenCity ist gemessen an Angebotsmieten Hamburgs teuerster Stadtteil, mit rund 29 Euro pro Quadratmeter gegenüber einem stadtweiten Durchschnitt von näher an 13,58 Euro, deutlich über dem, was Hamburgs eigene Mietpreisbremse als vergleichbare Rate nahelegen würde. Es ist ein echter Familienstadtteil, nur kein günstiger.

Wann ist die beste Zeit für einen Besuch, um dem Andrang zu entgehen?

Die eigenen Zahlen der Elbphilharmonie beziffern den Besucherverkehr auf der Plaza auf über 3 Millionen im Jahr und bis zu 17.000 Menschen an Spitzentagen, es ist also zu keiner Tageszeit wirklich ruhig dort. Ein vorab gebuchtes Ticket für einen frühen Morgentermin direkt nach der Öffnung um 10:00 Uhr, oder ein Wochentag statt eines Wochenendes, ist der zuverlässigste Weg, um die längsten Schlangen am Besucherzentrum zu vermeiden. Steht der Ausblick selbst im Vordergrund statt Café oder Shop des Gebäudes, bedeutet eine Ankunft nah an der Öffnung außerdem besseres Licht für Fotos und weniger Gedränge an den Rändern der Aussichtsplattform.