Feriensport München ist kein Ferienlager, sondern ein Kursheft mit 18 Partnervereinen

Feriensport München ist kein einzelnes Ferienlager, sondern das jährliche Kursheft, das die Landeshauptstadt München über das Referat für Bildung und Sport, konkret die FreizeitSport-Abteilung, herausgibt (sport-muenchen.de, Stand Mai 2026). Die Broschüre bündelt Kurse von rund 18 eigenständigen Partnervereinen und privaten Sportschulen, von Nachbarschaftsvereinen wie dem TSV Neuried und dem TSV München-Großhadern bis zu Spezialanbietern wie der Fechtschule München, den DAV-Kletterzentren, Trampolin.Pro oder Shred Dogs. Die Kernlaufzeit 2026 folgt den bayerischen Sommerferien, 3. August bis 14. September, in sechs Wochenblöcken, wobei einzelne Kurse schon knapp davor starten, ein Tauch-Schnupperkurs etwa am 29. Juli und ein Skateboard-Einzeltermin am 1. August. Insgesamt deckt das Programm rund 20 Sportarten ab, von Bogenschießen, Fechten und Sportklettern über Skateboard, BMX und Lacrosse bis Voltigieren, Cheerleading und Trampolin, für Kinder und Jugendliche von etwa 4 bis 17 Jahren je nach Angebot. Gebucht und bezahlt wird direkt bei jedem einzelnen Partner, nicht bei der Stadt, auf sehr unterschiedlichen Wegen: online, per Telefon, formloser E-Mail oder, bislang nur beim Bogenschießen bestätigt, über das städtische Veranstaltungsportal. Die Preise reichen von 35 bis 50 Euro für einen einzelnen Schnupperkurs bis rund 320 Euro für eine Ganztagswoche, mit wenigen Spezialkursen wie einem englischsprachigen Kletterkurs, die bis knapp 480 Euro kosten. Ein Münchner Ferienpass wird zum Kauf nicht benötigt, spart aber bei vielen Einzelkursen 3 bis 15 Euro. Aus Sicherheitsgründen gilt für das gesamte Programm eine durchgehende Regel: Teilnehmende Kinder und Jugendliche müssen laut der offiziellen Broschüre deutsch sprechen.

Was wirklich gilt

München betreibt für die Schulferien keinen einzelnen zentralen Sportkurs, sondern ein Sammelheft. Feriensport München wird jedes Jahr vom Referat für Bildung und Sport der Landeshauptstadt München herausgegeben, genauer von dessen FreizeitSport-Abteilung, und bündelt die Kursangebote von rund 18 eigenständigen Partnervereinen und privaten Sportschulen unter einem Dach. In der offiziellen Kurspartner-Liste der 2026er-Ausgabe stehen 19 Programmzeilen, weil der ESV München gleich zweimal auftaucht, einmal mit seinem Ganztagsprogramm KiBeLino und einmal mit der Tennisabteilung Tennis-Pasing. Zu den übrigen Partnern zählen Nachbarschaftsvereine wie der TSV Neuried und der TSV München-Großhadern, spezialisierte Schulen wie die Fechtschule München und DiveSport München, die DAV-Sektionen München und Oberland mit ihren drei Kletterzentren, sowie eigenständige Anbieter wie Shred Dogs (BMX), HIGH FIVE, Tom Cat Skate und Skateschule München (alle drei für Skateboard) oder Trampolin.Pro. Herausgeberin und einzelner Partner sind dabei rechtlich klar getrennt: Laut Broschüre ist „der jeweilige Partner bzw. Anbieter allein für Inhalt und Durchführung der Feriensportveranstaltung verantwortlich, nicht die Landeshauptstadt München”.

Die 2026er-Ausgabe folgt im Kern den bayerischen Sommerferien, die das Bayerische Kultusministerium auf Montag, 3. August, bis Montag, 14. September 2026, festlegt. Das Heft selbst organisiert die meisten Kurse in sechs Wochenblöcken innerhalb dieses Fensters (3. bis 7.8., 10. bis 14.8., 17. bis 21.8., 24. bis 28.8., 31.8. bis 4.9., 7. bis 11.9.). Ein genauer Blick in die Broschüre zeigt aber auch zwei Ausreißer nach vorne: Ein Tauch-Schnupperkurs von DiveSport München startet schon am 29. Juli, ausdrücklich als „Mittwoch in der letzten Schulwoche” gekennzeichnet, und ein einzelner Skateboard-Termin bei Tom Cat Skate läuft bereits am 1. August. Insgesamt deckt das Programm nach eigener Zählung rund 20 Sportarten ab, von Bogenschießen (8 bis 17 Jahre) und Fechten (7 bis 16 Jahre) über Sportklettern (ab 6 Jahre, gestaffelt nach Altersgruppen) und Tauchen (8 bis 16 Jahre) bis zu BMX, Lacrosse, Voltigieren, Hobby Horsing, Cheerleading und mehreren Trampolin- und Parkour-Varianten, die schon ab 4 Jahren beginnen.

Feriensport München 2026: Preisklassen mit realen Beispielen aus der Broschüre
KursformatBeispielePreis 2026
Einzeltermin / Schnupperkurs (2 bis 3 Stunden)Tauchen (DiveSport), Bogenschießen, Fechten-Schnupperkurs, Hobby Horsing35 bis 50 Euro
Halbtagswoche (5 Tage, ohne Mittagessen)Tennis bei Beacharena, FAM Freestyle Mix vormittagsca. 130 bis 190 Euro
Ganztagswoche (5 Tage, meist inkl. Mittagessen)Erlebniscamp TSV Neuried, MultiSportCamp Großhadern, Skateboard bei HIGH FIVEca. 190 bis 320 Euro
Spezialkurs mit ZusatzleistungEnglischsprachiger DAV-Kletterkurs, DAV-Klettercamp für Nichtmitgliederbis 445 bis 483 Euro

Gebucht wird nie über die Stadt selbst, sondern immer direkt beim jeweiligen Partner, und der Weg dorthin unterscheidet sich von Kurs zu Kurs stark. Die Fechtschule München verlangt eine formlose E-Mail mit Adresse, Alter und Telefonnummer, bezahlt wird anschließend per Rechnung. DiveSport München nimmt Anmeldungen ausschließlich telefonisch entgegen. Der TSV Neuried verlangt ein Online-Formular, das mit Absenden verbindlich wird. Nur beim Bogenschießen verweist die Broschüre ausdrücklich auf das städtische Veranstaltungsportal veranstaltungen.muenchen.de/rbs/feriensport als Buchungsweg, die Sportklettern-Kurse der DAV-Sektionen laufen dagegen über eine eigene Buchungsseite, alpinprogramm.de, komplett außerhalb des städtischen Portals. Wer also annimmt, das städtische Portal sei die zentrale Anlaufstelle für alle Kurse, liegt daneben, es lohnt sich, bei jedem gewählten Kurs die konkret angegebene Buchungsadresse zu lesen statt sich auf ein einziges Muster zu verlassen.

Ein leerer Rasensportplatz mit weißen Linienmarkierungen, eine Reihe orangefarbener Trainingshütchen am Spielfeldrand und ein Netzbeutel mit bunten Bällen im Sommerlicht

Die Preise hängen stark davon ab, wie viele Stunden am Tag ein Kurs läuft und ob Verpflegung dabei ist. Ein einzelner Schnupperkurs, etwa der Fechten-Einstieg über drei Tage oder ein einzelner Hobby-Horsing-Termin, kostet 35 bis 50 Euro. Eine Halbtagswoche ohne Mittagessen liegt meist zwischen 130 und 190 Euro, etwa beim Tennis bei Beacharena (80 Euro für nur 1,5 Stunden täglich) oder bei FAMs vormittäglichem Freestyle Mix (189 Euro). Eine volle Ganztagswoche mit Mittagessen kostet üblicherweise 190 bis 320 Euro, vom Erlebniscamp des TSV Neuried (210 Euro) über das MultiSportCamp des TSV München-Großhadern (220 Euro für Mitglieder, 290 Euro für Nichtmitglieder) bis zu FAMs Minis-Kurs für 4- bis 6-Jährige (319 Euro) oder dem BMX-Camp der Shred Dogs (290 Euro). Am oberen Ende stehen wenige Spezialkurse: Der englischsprachige Kletterkurs der DAV-Sektionen kombiniert Klettern und Sprachtraining und kostet je nach Mitgliedschaft 383 bis 483 Euro, ein einwöchiges DAV-Klettercamp für Nichtmitglieder liegt bei bis zu 445 Euro. Ein Münchner Ferienpass wird für keinen dieser Käufe benötigt, wer aber schon einen hat, sollte ihn am ersten Kurstag vorlegen: Beim Bogenschießen sinkt der Preis dadurch von 50 auf 45 Euro, bei Lacrosse von 80 auf 70 Euro, beim Voltigieren von 240 auf 230 Euro, beim Halbtags-Tenniscamp von 135 auf 125 Euro. Nicht jeder Kurs vermerkt allerdings einen Rabatt, direktes Nachfragen beim Partner lohnt sich.

Anmeldefristen und Platzzahlen legt jeder Partner unabhängig fest, eine einheitliche städtische Regel gibt es nicht. Die Fechtschule München setzt für ihre ersten beiden Schnupperkurs-Termine eine verbindliche Anmeldung bis zum 25. Juli, für die späteren Septembertermine bleibt bis 31. August Zeit, insgesamt sind pro Kurs maximal 15 Teilnehmende zugelassen. Der TSV Neuried schließt die Anmeldung jeweils zwei Wochen vor Campbeginn. Andere Kurse begrenzen eher die Teilnehmerzahl als die Anmeldefrist: DiveSport nimmt nur 10 Personen pro Tauchtermin, Hobby Horsing maximal 16, das MultiSportCamp des TSV München-Großhadern höchstens 20 Kinder. Wer sich also schon Ende Juli oder Anfang August für einen Kurs entscheidet, sollte sofort die konkrete Frist des gewählten Partners nachlesen statt automatisch von den vollen sechs Ferienwochen als Zeitpuffer auszugehen.

Was echte Leute sagen

Eine unabhängige Elternumfrage des Münchner Blogs Die Tiger-Sportler zeichnet ein deutliches Bild der Nachfrage nach Kindersportangeboten in München: Mehr als 60 Prozent der befragten Eltern gaben an, keinen passenden Kurs gefunden zu haben, rund ein Drittel fand gar nichts, ein weiteres Viertel suchte aktiv ohne Erfolg. Die Autorin beschreibt aus eigener Erfahrung Wartelisten, die sich über Monate zogen, in einem Fall über ein ganzes Jahr. Gleichzeitig gab keine einzige befragte Familie an, generell kein Interesse an Bewegungsangeboten zu haben, die Nachfrage ist also klar da, das Angebot bleibt knapp. Für Feriensport München mit seinen teils auf 10, 15 oder 16 Plätze begrenzten Einzelkursen ist das ein guter Grund, sich nicht auf spätes Buchen zu verlassen.

Münchens familienorientierte Blogs greifen dabei auffällig selten zum städtischen Kursheft selbst. Eine viel geteilte Übersicht über zehn Anbieter*innen für sportliche Ferienkurse auf muenchenmitkind.de (HIMBEER) erwähnt das städtische Feriensport-Programm mit keinem Wort, obwohl zwei der zehn gelisteten Anbieter, Free Arts of Movement (FAM) und HIGH FIVE, exakt dieselben Kurse gleichzeitig auch als offizielle Feriensport-Partner anbieten. Für neu zugezogene Familien heißt das in der Praxis: Wer nur die bekannten privaten Anbieterseiten durchsucht, übersieht möglicherweise, dass genau derselbe Kurs auch über das städtische Heft läuft, teils mit Ferienpass-Rabatt obendrauf.

Schritt für Schritt

  1. Laden Sie die aktuelle Feriensport München 2026-Broschüre herunter oder schauen Sie direkt bei sport-muenchen.de vorbei, und nutzen Sie das Inhaltsverzeichnis, um gezielt zu den Sportarten zu springen, die Ihr Kind interessieren.
  2. Notieren Sie sich für zwei oder drei Wunschkurse Alter, Preis, Ort und genauen Wochentermin. Preise und Altersgrenzen unterscheiden sich teils erheblich, selbst zwischen zwei Anbietern derselben Sportart.
  3. Prüfen Sie sofort die Anmeldefrist und Teilnehmerzahl des jeweiligen Partners, nicht erst kurz vor Kursbeginn. Manche Kurse schließen schon Wochen vorher oder sind auf 10 bis 20 Plätze begrenzt.
  4. Melden Sie sich direkt beim Partner an, auf dem dort angegebenen Weg: eigene Website, formlose E-Mail, Telefonanruf oder in einem Fall (Bogenschießen) das städtische Veranstaltungsportal.
  5. Sprechen Sie eine mögliche Sprachbarriere vorab an, wenn Ihr Kind noch nicht sicher deutsch spricht, kontaktieren Sie den Partner, bevor Sie zahlen, um zu klären, wie er mit Sicherheitsanweisungen im Kurs umgeht.
  6. Bringen Sie am ersten Kurstag Ihren Münchner Ferienpass mit, falls vorhanden, viele Kurse ziehen den Rabatt direkt vor Ort ab.
  7. Finden Sie die gewünschte Sportart nicht im Heft, empfiehlt die Broschüre selbst einen Blick in die Sportangebote-Datenbank der Münchner Sportjugend für ganzjährige Vereinsangebote.

Hinweis zur Aktualität

Diese Seite basiert auf der offiziellen Feriensport-Broschüre 2026 der Landeshauptstadt München, Stand Mai 2026, sowie eigenständig recherchierten Ergänzungsquellen. Zum Zeitpunkt der Recherche, Ende Juli 2026, lief das Programm bereits an: Ein erster Tauch-Schnupperkurs startete am 29. Juli, die Hauptwelle der sechs Wochenblöcke begann am 3. August. Einzelne frühe Anmeldefristen, etwa die der Fechtschule München für ihre ersten Kurstermine, waren zu diesem Zeitpunkt bereits erreicht oder knapp bevorstehend, während spätere Septembertermine bei den meisten Partnern noch offen waren. Einzelne Kurspreise, Termine, Altersgrenzen und Anmeldefristen werden von jedem Partner eigenständig festgelegt und können sich von Jahr zu Jahr und sogar innerhalb derselben Saison ändern. Bestätigen Sie aktuelle Details direkt auf sport-muenchen.de oder beim jeweiligen Partner, bevor Sie sich anmelden oder ein Budget einplanen.

Häufige Fragen & Stolperfallen

Muss mein Kind wirklich schon Deutsch sprechen, um bei einem Feriensport-Kurs mitzumachen?

Ja, laut der offiziellen Broschüre 2026 ausdrücklich als allgemeine Sicherheitsregel formuliert: „Aus Sicherheitsgründen müssen die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen deutsch sprechen.” Die Regel steht direkt neben anderen Sicherheitshinweisen wie dem Verbot von Glasflaschen und gilt für alle rund 18 Partner gleichermaßen, nicht nur für einzelne Kurse. Der Hintergrund liegt nahe: Bei Aktivitäten wie Bogenschießen, Klettern oder Tauchen müssen Trainer*innen im Ernstfall schnell und eindeutig auf Deutsch anweisen können. Ist das Deutsch Ihres Kindes noch nicht sicher, lohnt sich vor der Anmeldung ein direktes Gespräch mit dem jeweiligen Partner, manche Kurse mit geringerem Risiko gehen in der Praxis vermutlich lockerer damit um als etwa Tauchen oder Klettern.

Brauche ich den Münchner Ferienpass, um überhaupt einen Platz zu bekommen?

Nein. Die Broschüre stellt das unmissverständlich klar: „Für den Erwerb der Feriensportkarten wird kein Ferienpass benötigt.” Wer aber ohnehin schon einen Ferienpass hat, sollte ihn am ersten Kurstag mitbringen, denn viele Einzelangebote geben Ferienpass-Inhaber*innen einen Rabatt, meist zwischen 3 und 15 Euro je nach Kurs. Bei einer stichprobenartigen Prüfung der Kurse in der 2026er-Ausgabe war der Rabatt allerdings nicht bei jedem Angebot vermerkt, es lohnt sich also, direkt beim gewählten Partner nachzufragen statt ihn pauschal vorauszusetzen.

Ist das dasselbe wie Ferienbetreuung, KiBeLino oder das MTV-Ferienprogramm Fanni.CLUB?

Teilweise überschneidend, aber im Kern verschieden. Feriensport ist in erster Linie ein Sportkurs-Katalog, viele der rund 18 Partner bieten reine Halbtags- oder sogar Einzelsitzungen an, die keine ganztägige Kinderbetreuung ersetzen. Zwei Partner im selben Heft, KiBeLino (ESV München) und der Fanni.CLUB (MTV München), sind dagegen von Anfang an als echte Ganztagsbetreuung mit festen Gruppen, Frühbetreuung und Mittagessen konzipiert und funktionieren praktisch wie eigenständige Ferienbetreuungsprogramme, die zufällig auch im Feriensport-Heft mitgelistet sind. Wer eine echte Betreuungslücke schließen muss, sollte gezielt nach diesen ganztägigen Angeboten suchen, nicht nach den kürzeren Sport-Einzelkursen.

Wie knapp sind die Fristen wirklich, und kann ich mich noch anmelden, wenn die Sommerferien schon fast da sind?

Das hängt komplett vom gewählten Partner ab, es gibt keine einheitliche städtische Frist. Die Fechtschule München etwa setzt für ihre ersten beiden Schnupperkurs-Termine eine verbindliche Anmeldung bis zum 25. Juli, für die späteren Termine im September bleibt dagegen bis zum 31. August Zeit. Der TSV Neuried schließt die Anmeldung für sein Erlebniscamp jeweils zwei Wochen vor Campbeginn. Andere Kurse sind zahlenmäßig eng begrenzt statt zeitlich, DiveSport nimmt nur 10 Personen pro Termin, Hobby Horsing maximal 16, das MultiSportCamp des TSV München-Großhadern höchstens 20 Kinder. Wer schon Ende Juli plant, sollte also nicht von einer einzigen großen Frist ausgehen, sondern direkt bei jedem einzelnen Wunschkurs nachsehen, wie viel Zeit tatsächlich noch bleibt.