Vor dem Mietvertrag: Prüfen Sie, ob Ihr Münchner Stadtteil wirklich Glasfaser hat
Glasfaser-Internet ist in München alles andere als gleichmäßig verteilt, und das lohnt sich vor der Vertragsunterschrift zu prüfen, nicht erst nachdem man eingezogen ist und die Lücke entdeckt hat. Innerhalb des Mittleren Rings ist die Abdeckung meist nahezu vollständig, aber mehrere Außenbezirke, darunter Aubing-Lochhausen-Langwied, Allach-Untermenzing, Feldmoching-Hasenbergl, Freimann, Trudering-Riem und Daglfing, hatten laut einem Antrag der Rathaus-SPD-Fraktion vom Dezember 2025 bis dahin keine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur. Nach den detailliertesten öffentlich verfügbaren Stadtbezirksdaten lag Allach-Untermenzing zuletzt bei nur rund 6 Prozent, Trudering-Riem bei rund einem Drittel, deutlich hinter Bezirken wie Sendling oder Hadern mit über 85 Prozent. Der Stadtrat behandelt das Thema aktiv: Die SPD-Fraktion fordert von der Telekom einen verbindlichen Ausbaufahrplan. Praktisch heißt das: Prüfen Sie die konkrete Adresse mit M-nets Ausbaukarte, und in den betroffenen Außenbezirken zusätzlich bei Deutsche Glasfaser oder Vodafone, die dort eigene Projekte laufen haben, statt anzunehmen, dass eine Münchner Adresse automatisch guten Glasfaserzugang bedeutet.
Die offizielle Regel
Für die meisten Familien, die recherchieren, wo sie in München wohnen sollen, wirkt Internetqualität wie eine ausgemachte Sache: eine große deutsche Stadt, vermutlich überall ordentliche Anbindung. In der Praxis unterscheidet sich die Glasfaser-Abdeckung aber so deutlich von Stadtteil zu Stadtteil, dass es sich lohnt, das aktiv vor der Vertragsunterschrift zu prüfen, statt einfach anzunehmen, dass es innerhalb der Stadtgrenzen überall gleich gut aussieht.
Grundsätzlich gilt: Innerhalb von Münchens zentralem Mittlerem Ring ist die Glasfaser-Abdeckung meist nahezu vollständig, während mehrere Außenbezirke deutlich zurückliegen. Ein Antrag der Rathaus-SPD-Fraktion vom 19. Dezember 2025 listet Aubing-Lochhausen-Langwied, Allach-Untermenzing, Feldmoching-Hasenbergl, Freimann, Trudering-Riem und Daglfing ausdrücklich als Bezirke ohne flächendeckende Glasfaserinfrastruktur. Nach den detailliertesten öffentlich verfügbaren Zahlen je Stadtbezirk, einer Auswertung von t-online München aus dem Sommer 2024, lag Allach-Untermenzing mit rund 6 Prozent Abdeckung sogar noch deutlich hinter Trudering-Riem, das bei rund einem Drittel (32,7 Prozent) stand. Feldmoching-Hasenbergl kam auf rund 50 Prozent, Schwabing-Freimann, der Stadtbezirk, zu dem Freimann gehört, auf rund 58 Prozent, und Aubing-Lochhausen-Langwied auf rund 64 Prozent. Zum Vergleich: Spitzenreiter wie Hadern oder Sendling lagen zur selben Zeit bei 85 bis über 90 Prozent. Diese Werte sind mittlerweile zwei Jahre alt und dürften sich seither in die eine oder andere Richtung verschoben haben, aber sie zeigen die Größenordnung der Lücke, die der Stadtrat Ende 2025 noch als ungelöst einstufte. Daglfing selbst zählt statistisch zum Stadtbezirk Bogenhausen, wird aber wegen der direkten Nachbarschaft zu Trudering in der politischen Debatte meist gemeinsam mit Trudering-Riem genannt, so auch im genannten Antrag.
| Bezirk / Gebiet | Glasfaser-Abdeckung |
|---|---|
| Innerhalb des Mittleren Rings (z. B. Sendling, Schwabing-West) | Meist 85 Prozent oder mehr |
| Allach-Untermenzing | Rund 6 Prozent, niedrigster Wert in München |
| Trudering-Riem / Daglfing | Rund ein Drittel (rund 33 Prozent) |
| Feldmoching-Hasenbergl | Rund 50 Prozent |
| Schwabing-Freimann (inkl. Freimann) | Rund 58 Prozent |
| Aubing-Lochhausen-Langwied | Rund 64 Prozent |
Dass sich der Stadtrat überhaupt mit dieser Frage befasst, zeigt, dass es sich nicht um eine stille technische Randnotiz handelt. Der Antrag vom 19. Dezember 2025 fordert von der Stadtverwaltung, die Deutsche Telekom zu einem verbindlichen, transparenten Bauzeitplan für den Glasfaserausbau zu bewegen, unter anderem mit der konkreten Frage, wie viele Haushalte seit 2021 in von SWM und M-net noch nicht erschlossenen Gebieten tatsächlich einen Glasfaseranschluss von der Telekom bekommen haben. Ein öffentliches Ergebnis oder eine Antwort der Verwaltung lag zum Zeitpunkt dieser Recherche noch nicht vor, das Thema ist also weiterhin offen, kein abgeschlossener Vorgang. Gleichzeitig hat sich die Ausgangslage seit September 2025 etwas verändert: M-net und die Deutsche Telekom haben eine weitreichende Kooperation vereinbart, bei der die Telekom auch die von den Stadtwerken München (SWM) verlegten Leerrohre mitnutzen kann. Das könnte den Ausbau in den Außenbezirken mittelfristig beschleunigen, ändert aber nichts an der adressgenauen Prüfung, die für eine Mietentscheidung heute zählt.
Der praktische Rat für eine Familie, die sich für einen Stadtteil entscheidet, ist einfach: Prüfen Sie die konkrete Adresse, nicht den allgemeinen Ruf des Viertels, mit M-nets eigener Ausbaukarte, bevor Sie einen Mietvertrag unterschreiben. Da M-net und die SWM zwar der zentrale, aber längst nicht mehr der einzige Akteur sind, lohnt sich in den genannten Außenbezirken ein zweiter Blick: Deutsche Glasfaser führt eigene Ausbauprojekte in Allach-Untermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied, Forstenried, Kirchtrudering und Waldperlach, und Vodafone hat die Vorvermarktung für eigene Glasfaseranschlüsse in Trudering und Daglfing seit Mitte 2025 begonnen. Wer sich nur auf eine einzige Karte verlässt, sieht möglicherweise nicht das ganze Bild.

Was echte Leute sagen
Familien, die das vor der Vertragsunterschrift recherchiert haben, beschreiben die M-net-Ausbaukarte häufig als einen Fünf-Minuten-Schritt, der sie vor einer viel größeren Enttäuschung bewahrt hat: erst nach dem Einzug festzustellen, dass die neue Adresse in einem der Außenbezirke liegt, die noch auf den Glasfaserausbau warten, ohne klares Datum, wann sich das ändert.
Was die meisten überrascht, ist, wie stark die Abdeckung selbst zwischen benachbarten Straßenzügen schwanken kann. Der allgemeine Eindruck, München habe überall gutes Internet, sagt über die konkrete Adresse wenig aus, und genau deshalb taucht der Rat, die Adresse direkt zu prüfen statt sich auf den Ruf eines Viertels zu verlassen, in den Erfahrungsberichten immer wieder auf. Wer zusätzlich noch bei Deutsche Glasfaser oder Vodafone nachschaut, bekommt oft ein realistischeres Bild als mit nur einer einzigen Verfügbarkeitsprüfung.
Schritt für Schritt
- Prüfen Sie vor der Vertragsunterschrift die konkrete Adresse mit M-nets Ausbaukarte, statt sich auf den allgemeinen Stadtteil oder Bezirk zu verlassen.
- Ziehen Sie einen Außenbezirk wie Aubing-Lochhausen-Langwied, Allach-Untermenzing, Feldmoching-Hasenbergl, Freimann, Trudering-Riem oder Daglfing in Betracht, prüfen Sie den Glasfaserstatus direkt, da eine flächendeckende Abdeckung dort auch Ende 2025 laut Stadtrat noch nicht gegeben war.
- Schauen Sie in diesen Bezirken zusätzlich bei Deutsche Glasfaser und Vodafone nach, da beide dort eigene, von M-net unabhängige Ausbauprojekte betreiben.
- Ist an Ihrer Zieladresse noch kein Glasfaseranschluss verfügbar, fragen Sie nach realistischen DSL-Geschwindigkeiten an genau dieser Adresse, bevor Sie annehmen, die Anbindung sei grundsätzlich unzureichend.
- Verlassen Sie sich nicht darauf, dass ein politischer Vorstoß zum Ausbau Ihre Straße bald erreicht, behandeln Sie die aktuelle Verfügbarkeit, nicht zukünftige Pläne, als praktische Grundlage.
- Wenn zuverlässiges Internet für Ihren Haushalt eine harte Anforderung ist, lassen Sie das echt in die Wahl des Stadtteils einfließen, statt es als Problem zu behandeln, das sich nach dem Einzug schon irgendwie löst.
Rechtlicher Hinweis
Diese Seite beschreibt allgemeine Muster in Münchens Glasfaser-Infrastruktur, Stand Sommer 2026, auf Basis von Stadtratsdokumenten sowie öffentlich verfügbaren Abdeckungsdaten aus 2024 und 2025. Sie ist keine Garantie für die Verfügbarkeit an einer bestimmten Adresse. Bestätigen Sie vor der Unterschrift eines Mietvertrags die aktuelle, adressgenaue Glasfaser- und Internetverfügbarkeit direkt bei M-net, Deutsche Glasfaser, Vodafone, der Telekom oder einem anderen Anbieter, der München bedient.
Häufige Fragen & Stolperfallen
Ist die Glasfaser-Verfügbarkeit zwischen Münchner Stadtteilen wirklich so unterschiedlich?
Ja, tatsächlich sehr. Bezirke innerhalb des zentralen Mittleren Rings haben meist nahezu vollständige Glasfaser-Abdeckung, während mehrere Außenbezirke, darunter Aubing-Lochhausen-Langwied, Allach-Untermenzing, Feldmoching-Hasenbergl, Freimann, Trudering-Riem und Daglfing, laut einem Stadtratsantrag vom Dezember 2025 bis dahin keine flächendeckende Glasfaserinfrastruktur hatten. Nach Daten aus dem Sommer 2024 lag Allach-Untermenzing bei nur rund 6 Prozent und Trudering-Riem bei rund einem Drittel, das ist eine echte praktische Lücke, kein Rundungsfehler.
Wie prüfe ich die Glasfaser-Verfügbarkeit für eine konkrete Wohnung, die wir uns ansehen?
Nutzen Sie M-nets eigene Ausbaukarte, dort können Sie eine konkrete Adresse direkt eingeben, statt sich auf allgemeine Annahmen über einen Stadtteil zu verlassen. In den genannten Außenbezirken lohnt sich zusätzlich ein Blick bei Deutsche Glasfaser und Vodafone, da beide dort eigene, von M-net unabhängige Ausbauprojekte betreiben. Da die Abdeckung sogar innerhalb eines einzelnen Bezirks stark schwanken kann, sind die paar Minuten für die adressgenaue Prüfung vor der Vertragsunterschrift gut investiert.
Arbeitet die Stadt tatsächlich daran, oder bleibt das dauerhaft so?
Es handelt sich um ein aktives, anerkanntes Thema, nicht um einen dauerhaften Status quo. Die Rathaus-SPD-Fraktion hat am 19. Dezember 2025 einen Antrag eingereicht, der von der Stadtverwaltung fordert, die Deutsche Telekom zu einem verbindlichen, transparenten Bauzeitplan für den Ausbau in den Außenbezirken zu bewegen. Ein öffentliches Ergebnis dieses Antrags lag zum Zeitpunkt dieser Recherche noch nicht vor. Seit September 2025 kooperieren M-net und die Telekom zudem enger und nutzen dabei auch die von den SWM verlegten Leerrohre mit, was den Ausbau mittelfristig beschleunigen könnte, ein konkretes Datum für eine bestimmte Straße lässt sich daraus aber nicht ableiten.
Wenn unser Zielstadtteil noch kein Glasfaser hat, heißt das, wir bekommen dort gar kein brauchbares Internet?
Nicht unbedingt. Klassisches DSL kann je nach Gebäude und vorhandener Infrastruktur weiterhin funktionieren, ist aber in der Regel langsamer und weniger zukunftssicher als Glasfaser. Wenn Ihr Haushalt beruflich oder familiär stark auf Internet angewiesen ist, lohnt es sich, die realistisch erreichbaren Geschwindigkeiten an der konkreten Adresse direkt bei den Anbietern zu erfragen, nicht nur ob Glasfaser grundsätzlich vorhanden ist, bevor Sie sich auf einen Mietvertrag festlegen.
Ist M-net der einzige Anbieter, den ich in München prüfen sollte?
Nein, nicht mehr uneingeschränkt. M-net ist über die Kooperation mit den Stadtwerken München historisch der zentrale Glasfaseranbieter der Stadt, aber in mehreren der genannten Außenbezirke bauen inzwischen auch andere Unternehmen eigene Netze auf: Deutsche Glasfaser führt Projekte in Allach-Untermenzing, Aubing-Lochhausen-Langwied, Forstenried, Kirchtrudering und Waldperlach, und Vodafone vermarktet seit Mitte 2025 eigene Anschlüsse in Trudering und Daglfing vor. Wer in einem dieser Bezirke sucht, bekommt mit mehreren Verfügbarkeitsprüfungen ein realistischeres Bild als mit nur einer.
Wie aktuell sind die genannten Prozentzahlen zur Abdeckung?
Die detailliertesten öffentlich verfügbaren Zahlen je Stadtbezirk stammen aus einer Auswertung vom Sommer 2024 und sind damit nicht mehr taufrisch. Der Stadtratsantrag vom Dezember 2025 bestätigt aber, dass die genannten sechs Außenbezirke zu diesem späteren Zeitpunkt weiterhin ohne flächendeckende Glasfaserinfrastruktur waren, die grundsätzliche Größenordnung der Lücke dürfte also noch zutreffen, auch wenn sich einzelne Prozentwerte seither leicht verschoben haben könnten. Für eine konkrete Mietentscheidung ersetzt das die adressgenaue Prüfung ohnehin nicht.